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Zwei Wochen mit Elsa
Den Anfang ihrer Geschichte lesen sie hier |
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Das Schicksal meint es manchmal gut mit uns. Das fand Elsa jedenfalls auch, nachdem sie ein vorläufiges Zuhause bei Jürgen zwischen den schattenspendenden Bäumen eines Olivenhains bekommen hatte, samt Hundehütte und langer Laufleine. Jedenfalls gab es jeden Tag regelmäßig zu fressen und frisches Wasser, ab und zu ein Leckerchen und Streicheleinheiten. Naja, sie wäre schon gern mal frei rumgelaufen, irgendwohin, den Ort erkunden, Katzen jagen und alles ausgiebig beschnüffeln. Aber sie war schon froh, wenn sie ab und zu mal ins Haus durfte, wenigstens mal drinnen alles beschnuppern konnte. Ein wenig irritiert war sie schon, als sie mitbekam, dass Jürgen nun mal für einige Zeit nicht da sein würde. Wer sollte ihr jetzt die Mahlzeiten vorsetzen und das Klo sauberhalten? Wer würde sie ab und zu mal knuddeln und mit ihr sprechen? Da blieb nur diese neue Frau, die jetzt andauernd da war und die anscheinend, wenn schon keine große Angst, wenigstens ordentlich Respekt vor ihr hatte. Denn schließlich war sie ja eine Rottweilerhündin mit großem starkem Körperbau und kein Schoßhund! Die anderen, die ab und zu vorbeikamen, vor allem Maren, hatten ja gar keine Angst, sondern schmusten und spielten mit ihr. Aber die Neue da, naja… Die kam ab und an mal, sprach mit ihr, streichelte sie auch, war ihr aber viiiel zu zurückhaltend. Also dachte Elsa sich, sie müsste sich jetzt mal richtig gut benehmen, um auch weiterhin satt werden zu können und immer genug Wasser im Eimer zu haben. Und siehe da, die Aushilfsfrau taute immer mehr auf und kam jeden Tag ein wenig näher und blieb ein wenig länger. Zwar tollte sie nicht mit ihr herum und ihr Geknuddel war auch ein wenig zaghaft, aber sie schien immer weniger ängstlich zu sein. Nach einer Woche dachte Elsa sich, dass sie jetzt mal ein bisschen weniger vorsichtig sein könnte und mal ein wenig mehr Ausgelassenheit zeigen konnte. Und tatsächlich! Die Urlaubsvertretung rannte nicht gleich weg sondern blieb. Und hatte keine Angst mehr sondern endlich erkannt, dass Elsa eine Seele von Hündin ist, die anscheinend nur im falschen Körper steckt. Und dass es das Schicksal gut mit ihr meinte, indem es ihr durch den täglichen Kontakt mit Elsa die Angst genommen hat. |
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