Wollt Ihr wissen, was ich heute den ganzen Tag gemacht habe?
NIX!
Den ganzen lieben langen Tag rumgefaulenzt, geschlafen und vor mich hin geträumt.
Wir hatten den ganzen Tag Regen und dazu noch ein paar Gewitter. Eben Wetter zum Auf-dem-Sofa-bleiben!
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| So, aber nun zu der Adventsgeschichte von Wilma: |

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Mein Name ist Wilma. Die ersten viereinhalb Jahre meines Lebens habe ich als Stallhund in Kali Sikia an einer kurzen Kette in den Bergen Kretas verbracht. Allein, aber mit ganz viel Hunger und Durst.
Ab und zu sind die lieben Menschen von APAL gekommen, um nach mir zu sehen. Das war dann das Größte: Es gab zu essen und zu trinken und sie haben mit mir geschmust und meinen Stall gereinigt. Sie konnten aber leider nie lange bleiben, da sie viele meiner Leidensgenossen betreuen.
An einem Tag im Frühling 2011 hat mich Brigitte von dort weggeholt und zur Pflegestelle von Brian gebracht. Alle waren sooo lieb zu mir. Ich konnte mich sattessen – jeden Tag – und hatte immer einen Napf mit Wasser … und … und … und. Oh Mann, da ging es mir gut. |
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Und dann kam der große Tag. Ich bin am 19. Juni mit Flugpaten von Heraklion nach Köln geflogen. Dort wurde ich abgeholt (von meinem Menschen, wie sich später herausstellte).
Mit dem Auto ging es weiter bis wir mitten in der Nacht angehalten haben.
Da stand ich nun: nachts vor einem Haus, auf einer Wiese und alles hat ganz ganz fremd gerochen. Ich bin ja eigentlich nicht ängstlich, aber das war mir dann schon ganz schön unheimlich.
Plötzlich ging eine Tür auf. Oh ha, so etwas hatte ich ja noch NIE gesehen. Heute weiß ich, dass man das Wohnung nennt. Ich bin gaaaanz vorsichtig da rein. Oh- oh- oh....
Aber dann hab ich dort einen Napf mit Futter und Wasser gesehen und hab erstmal gemampft und getrunken und getrunken.
Nun, was danach passiert ist, ist mir heute schrecklich peinlich. Nein, ich hab kein Pipi gemacht.
Ich hab die ganze Wohnung auseinander genommen!!!!!! Und wenn ich Auseinander genommen sage, dann meine ich das genauso. Ich war einfach so verwirrt und durcheinander. Alles war anders und neu hier. Und ich war ziemlich aufgeregt.
Das ist mir aber nur dieses eine Mal passiert. Naja, und die zwei bis drei Mal, die noch folgten....
Ich hab aber keine Schimpfe bekommen, niemals. Mein Mensch hat schon verstanden, dass es für mich ein bisschen schwierig war. Die ganze Umstellung und so. Bis dahin kannte ich ja nur meinen alten Stall auf Kreta.
In den nächsten Tagen und Wochen hab ich mich aber eingewöhnt. Ich hab mich auch auf mein dickes Wilma-Kissen getraut. Das ist ganz weich und flauschig. Mein Mensch hat woanders geschlafen. Bett heißt das. Irgendwann hab ich aber gemerkt, dass es im Bett bei meinem Menschen viiieeel gemütlicher ist. Nachdem ich mehrfach meinen „ Ach Bitte Bitte“ - Blick aufgesetzt habe, hat mein Mensch dann aufgegeben. Nun teilen wir uns das Bett und ich werde stundenlang gekrault. Das ist sooo schön. |
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Was soll ich sagen? Mir geht’s richtig, richtig gut. Jeden Tag werde ich satt, hab draußen prima Kollegen zum Toben (Mädchen kann ich aber nicht ausstehen), stehe stundenlang auf dem Balkon und schau, was da unten so los ist. Wir gehen ganz viel raus. Es gibt ja so viel zu entdecken.
Ach ja, ich hab auch eine Hundetrainerin. Das macht Spaß. Sie sagt immer, wie schlau ich bin. Nur mein Mensch ist manchmal etwas schwer von Begriff. Aber das wird schon.
Mein Mensch hatte nämlich schon immer Hunde. Und immer große Hunde. Nur noch nie so jemanden wie mich.
Ich hab mir sowas schon gedacht, denn als ich in die Wohnung eingezogen bin, hat es dort ganz doll nach einer Kollegin von mir gerochen. Wie ich inzwischen weiß, hat hier die Sally gelebt. Sie ist mit 16,5 Jahren in den Himmel gegangen. Man könnte also sagen: Sally hat Platz für mich gemacht. Sie sitzt jetzt auf einer Wolke und wir passen gemeinsam auf unseren Menschen auf.
Ihr müsst wissen, mein Mensch kannte mich gar nicht, bevor ich zu ihr gekommen bin. Sie hatte nur ein Foto von mir gesehen. Nachdem die Sally gestorben ist, hat sie nämlich mit Maren von APAL telefoniert. Sie war ganz ganz traurig, weil die alte Sally nicht mehr bei ihr war. Maren hat ihr dann von mir erzählt und nur fünf Tage später.... Den Rest kennt Ihr ja. |
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So, ich muss jetzt schon mal unser Bett anwärmen. Mein Mensch möchte übrigens auch noch was sagen:
„ Ich liebe meine Wilma über ALLES. Ich möchte mich bei Euch von Herzen bedanken für das, was Ihr täglich leistet. Ohne Euch wäre „meine“ Wilma nicht bei mir.
Bei uns war der Anfang zwar wirklich schwer, aber das ist natürlich nicht die Regel.
Mit Wilma kam ein ausgewachsener Hund in mein Leben, der NICHTS kannte. Wie ein Welpe mit 4,5 Jahren. Ich bin voll berufstätig und in der ersten Zeit bin ich alle zwei Stunden nach Hause, um nach Wilma zu sehen. DANKE CHEF !!!! ( Axel Klodt, der die Tierschutzarbeit tatkräftig mit Spenden oder dem zur Verfügungstellen des Firmenwagens unterstützt.)
Es gab Höhen und Tiefen, ich war auch verzweifelt. ABER ES HAT SICH GELOHNT!!!!
In den letzten 27 Jahren haben mich nacheinander zwei sehr große Hunde in meinem Leben begleitet. Ich hätte mir Wilma vermutlich niemals selbst ausgesucht, weil sie mir viel zu klein gewesen wäre. Und heute möchte ich sie um nichts in der Welt missen.
DANKE, liebes APAL- TEAM |