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Hallo zusammen!

Ehrlich, die Geschichte gestern, die von Laila, hat mich echt umgehauen. Wir haben so vieles gemeinsam. Ich habe sie nie kennengelernd, aber ich kann nachfühlen, wie es ihr ergangen ist. In einer Kurve, im falschen Augenblick, genau wie ich.
Aber wir hatten Glück, wir Beide. Weil der Zufall - oder das Schicksal es gut mit uns meinte. Weil jemand da war, mit offenen Augen und einem großen Herzen.
Ich verspreche hier und heute, ich werde es genau wie Laila den Menschen tausendfach zurückgeben, dass sie mir geholfen haben, dass wir wieder auf eigenen Füßen stehen können und leben dürfen, so wie es sich für Hund und Katz gehört!

Walli

Ich glaube es war Ende September, Anfang Oktober, da bekam ich einen Anruf von Sylvia und Tom. Die Beiden haben eine Ferienwohnung hier in Plakias und sind daher so oft wie möglich vor Ort. An diesem Tag waren sie auf dem Weg nach Rethymno und haben kurz hinter der Kourtaliotis-Schlucht einen elend aussehenden Schäferhund gesehen, der scheinbar ziellos auf der Straße umherirrte. Er wäre ziemlich abgemagert und hätte blutige Ohren. Ich sagte, versprechen kann ich nichts, aber ich würde versuchen jemanden zu finden, der nachschauen könnte. Wie so oft hatte ich eigentlich gar keine Zeit. Es ließ mir dann doch keine Ruhe und ich fuhr in die Schlucht, um nach dem Hund zu schauen. Die Kourtaliotis-Schlucht ist seit Generationen ein Ort, an dem man seine kranken, alten oder verletzten Tiere „entsorgt“. Anrufe wegen dort gesichteter Hunde verheißen oft nichts Gutes. Meine Suche an diesem Tag war allerdings erfolglos. Am Abend, ich war bei der Arbeit, rief mich Brian an: Kathie hätte in der Schlucht…, ich unterbrach ihn, … genau, …
 
 
einen Schäferhund… So ging das dann  ein paar Tage weiter. Wir hielten alle Ausschau nach diesem Hund, bis ich dann den Anruf von Brian bekam, er hätte den Schäferhund gefunden und mit nach Hause genommen. Die Hündin war sehr dünn, hatte stumpfes, schuppiges Fell und ihre Ohren waren von Fliegen angefressen. Die Untersuchung des Blutes bestätigte unsere Befürchtung: Leishmaniose positiv. Walli, so hieß sie von nun an, bekam eine vierwöchige Antibiotika-Kur, Allopurinol und gutes Futter. Nach der Kastration ist sie von Brian zu uns umgezogen und bewohnt zurzeit einen der Welpenausläufe.
 

Sie sieht schon fast wieder aus wie ein normaler Hund, hat einige Kilos zugelegt und auch das Fell zeigt, dass die Medikamente angeschlagen haben. Jeden Morgen und Nachmittag gehen wir mit ihr spazieren. Sie liebt Spaziergänge und freut sich riesig. Sie hat ein freundliches Wesen.
Das eine Ohr ist leider immer noch blutverkrustet. Sie mag es auch gar nicht, wenn ich daran herumfummeln will. Aber das kriegen wir auch noch hin.
Was mir allerdings große Sorgen macht: Wie sollen wir für eine ältere, kranke Schäferhündin ein neues Zuhause finden? Selbst die Vermittlung von kleinen, jungen und gesunden Hunden gestaltet sich immer schwieriger. Aber so schnell geben wir nicht auf. Auch für Walli wird es irgendwann eine Familie geben, die ihr beweisen kann, dass nicht alle Menschen so sind wie ihr alter Besitzer.
Wenn Sie sich für Walli interessieren, wenden Sie sich bitte per Email an steffi@finikas.de

 

Was ich mir zu Weihnachten wünsche?

Ich wünsche mir für Walli das Gleiche, was ich bekommen habe. Einen Platz zum Schlafen, jeden Tag etwas Futter und Wasser und jemanden, der sich immer wieder auf mich freut, wenn er nach Hause kommt.

 

Bis morgen,

Euer Kazou