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Kettenhunde
Tour vom 28.03.2013


Bericht 2012 - Teil 2


Wir basteln uns einen Kettenhund


Patsi


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Vor Wort

Animal Protection And Lifeline - Finikas

Der Name klingt lang und kompliziert, sagt aber viel über unsere Arbeit aus, so dass wir entschieden haben, unseren Verein so zu benennen, APAL.

Schutz und Rettungsleine,

für Tiere . . .

Die Anfangsbuchstaben ergeben " a pal ", im englischen " guter Freund ".

Im Februar 2009 haben wir ( Rethymnon und Plakias ) uns im gegenseitigem Einvernehmen entschieden, dass ein neuer Verein für die Region Plakias ( Gemeinde Finikas ) gegründet werden soll.

Unsere Arbeit hat sich von kleinen Anfängen zu einem eigenständigen Verein entwickelt und die gemeinsam zu bewerkstelligende Administration ist zur Belastung geworden. Die Schwerpunkte unserer Arbeit bleiben die gleichen, Notfallversorgung, Prävention, Aufklärung, Hilfe vor Ort und direkt . . . .

Aber die Strukturen sind sehr unterschiedlich. Rethymnon als große Stadt und Finikas als weitläufige Gemeinde bestehend aus vielen kleinen Dörfern.

Unser Stall- und Wegehundprojekt, unser Hundehüttenprojekt, die Futterstellen und die Versorgung vieler Katzen und Hunde, haben uns einen Fuß in die Türen setzen lassen, die vor einigen Jahren noch verschlossen waren.

Wir sind durch der direkten Hilfe bei den Tieren, mit deren Besitzern ins Gespräch gekommen. Bauern die keine Gesetze und kein Mitgefühl Tieren gegenüber kennen, deren Leiden all zu oft aussitzen, die Tradition weiterleben lassen, dass Tiere kein Leid und keinen Schmerz empfinden, sowie den Trugschluss, dass eine Kastration ein nicht gerechtfertigter Eingriff in die Natur sei. Die Hilfe für die Tiere wird zur Hilfe für deren Besitzer um etwas zu bewegen, etwas zu verändern und um zu verstehen, dass es andere Wege gibt, ohne zu belehren, ohne Konfrontation, ohne Gewalt, ohne Leid.

Für uns all zu oft eine Gradwanderung zwischen helfen und akzeptieren.

Die Strukturen und die Möglichkeiten die wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, sind die Basis für unsere Art von Tierschutz, unseren Verein. Kein Tier in Not wird abgewiesen, keine notwendige Hilfe wird verwehrt.

Mit gerade einmal einer Hand voll Tierfreunden haben wir Vieles bewegt, aber all zu oft unsere eigenen Grenzen überschritten. Dringend benötigte personelle Unterstützung ist nicht in Sicht. Deshalb müssen wir unsere Grenzen neu stecken, um uns vor uns selbst zu schützen. Was nutzt einem hilfebedürftigem Tier, ein hilfebedürftiger Schützer, der die Wörter Freizeit oder Entspannung nicht mehr kennt? Viel zu viele schlechte Bespiele haben gezeigt, dass Überforderung im Chaos endet und dass Abgrenzung ein großes Thema im Tierschutz ist. Wir arbeiten daran, jederzeit.

Allein im Jahr 2009 waren es 222 protokollierte Tierschutzfälle, plus unzählige Kastrationen und Operationen, deren Auswirkungen wir gerne mit ein wenig Stolz betrachten. Keine ausgemergelten, verletzen Streuner, keine totgefahrenen Tiere auf den Straßen, keine in Mülltonnen oder Pappkartons entsorgten Welpen.

 

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Das Team

Der Kern unseres Teams besteht seit Anfang 2005 aus vier Personen:

Brigitte
 
Brigitte Scheichel:
Brigitte lebt seit 11 Jahren auf Kreta. Bis Ende der Saison 2004 führte Sie mit Ihrem Mann die Taverne "Panorama" in Myrthios. Das erste Jahr noch einer langjährigen, sehr anstrengenden Arbeit sollte für Brigitte eine wohlverdiente Auszeit werden. Aber sehr schnell machte Sie die ersten behutsamen Schritte im Tierschutz. Die Not der Tiere kannte Sie schon lange und hat auch schon vor dieser Zeit punktuelle Hilfe erbracht. Kastrationsaktionen und einige Notfallversorgungen waren bis dahin das, was Brigitte zu leisten im Stande war. Mit Hilfe des griechischen Vereins " Friends of Animals Rethymno " hat Sie in der ersten Zeit sehr viel über die Arbeit im Tierschutz auf Kreta gelernt. Irgendwann im Frühjahr 2005 lief der erste Streuner vor Brigittes Auto. Es war Lieselotte, für den Sie nun eine geeignete Pflegestelle finden musste. Brigitte kannte schon länger zwei neu eingereiste Deutsche und wusste, dass die Beiden auch schon im Tierschutz aktiv tätig waren und selber zwei Hunde aus Kreta adoptiert hatten. Mit Lieselotte im Arm sprach Brigitte bei den Beiden vor.
Brigitte Scheichel
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Marita  
Marita Gebhardt
Marita hatte schon das Jahr 2000 auf Kreta verbracht und ist im März 2005 endgültig nach Kreta umgezogen. Sie hatte schon einige Aktionen mit dem "Förderverein Arche Noah Kreta e.V. mitgemacht bzw. durchgeführt. Unter anderem durch eine Spendenaktion dessen Ertrag bald die Lagerkapazität Ihres Hause sprengte.
Aber auch mit Gemeinschaftsaktionen und Treffen mit Mitgliedern der Arche, sowie als Kurzzeitpflegeplatz ware sie schon seit Jahren im Tierschutz aktiv. Ihre beiden Hunde Filos und Melina sollten fortan die Basis für ein neues Rudel werden. Der Anfang war gemacht. Die Kontakte zur Arche Noah die sie mitbrachte, sind mittlerweile für unsere Arbeit unentbehrlich.
Marita Gebhardt
 

 

Maren  
Maren Schlüter:
Die vierte Säule unseres Teams, lebt seit 15 Jahren auf Kreta. Ihre Liebe, vor allem zu den Katzen und Marens Gefühl, den Schwächeren zur Seite zu stehen, macht Sie unentbehrlich. Ihre uneingeschränkte Zuverlässigkeit und Ihre 100 %ige Genauigkeit die Sie hartnäckig an den Tag legt, ist aus unserem Finanzwesen nicht mehr weg zu denken. Damit bildet Maren einen sehr wichtigen Baustein und die Grundlage unseres Tierschutzvereins. Selbst an heißen Tagen und langer harter Arbeit, kann Maren auch die Ihr anvertrauten Ketten- und Wegehunde nicht im Stich lassen. Die Freude und das uneingeschränkte Vertrauen, dass „Ihre“ Hunde Maren schenken, lässt Sie alle Anstrengungen vergessen.
Maren Schlüter

 

Caroline  
Caroline Adar:
Sie ist unsere Brücke zu der Englischen Gemeinde hier in Plakias und ist nach und nach in das Team gewachsen. Die wöchendlichen Flohmärkte die sie veranstaltet sind zu einem beliebten Treffpunkt geworden.
Caroline Adar
 
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Bausteine

Eine bewertende Reihenfolge der verschiedenen Bausteine die unsere Tierschutzarbeit ausmachen, lässt sich nicht erstellen. Vieles geht in einander über und lässt sich nur schwer trennen. Wenn z.B. die Welpenflut abgeklungen scheint, dass Streunerproblem vorerst gelöst ist, oder die Populationsentwicklung rückläufig wird, werden wir meist mit neuen Meldungen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.



• Notfallversorgung

Die Notfallversorgung, die erste Hilfe vor Ort, ist der wichtigste Baustein unserer Arbeit. Tiere die einen Unfall hatten, vergiftet wurden oder sonstige Verletzungen aufweisen, brauchen unsere Hilfe am nötigsten. Unsere Erfahrungen der letzten Jahre helfen uns bei der Erstversorgung, meist ist aber ein Besuch bei einem Tierarzt unumgänglich. Für die erste Hilfe bei Vergiftungen haben wir in Zusammenarbeit mit dem
" Förderverein Arche Noah Kreta e. v. " einen Notfallplan erstellt den Sie hier ansehen und herunterladen können.
Berichte über Notfalleinsätze werden Sie auf unseren Seiten nicht finden. Es liegt uns nicht daran, Sie am Leiden der Tiere teilhaben zu lassen. Meist sind die Einsätze für uns nur schwer zu verarbeiten. Die Frage: "Wie kann man einem Tier so etwas antun?" wird nie beantwortet.

Nico

Nico, unser bisher schwerster Fall. Ein Grieche alarmierte uns.
Er hatte ihn in einer Mülltonne gefunden, verpackt in einem Futtersack. Schrotschuss aus nächster Nähe.
Heute lebt Nico, mit einem Ohrlappen weniger in einer griechischen Familie auf Kreta.



• Kastrationen

Das ein medizinischer Eingriff Leben retten kann, leuchtet auf den ersten Blick nicht ein. Schaut man sich die Regelung der Population vor Ort jedoch genauer an, sieht man sich mit Tatsachen konfrontiert, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Angefahrene und schwer verletzte Hunde und Katzen auf den Straßen und Wege, die ihrem Tod entgegen leiden. Groß angelegte und gezielte Vergiftungsaktionen, die für die Tiere einen qualvollen Tod bedeuten. Zur Klärung des Streunerproblems scheint jedes Mittel recht.

Der hier gebräuchliche Irrglaube, dass ein Weibchen vor ihrer Kastration einmal Junge gebären muss, ist ebenso verbreitet wie der, dass die Kastration ein Eingriff in die Natur ist und somit nicht gewollt. Schaut man genauer hin, schaut man lieber weg. Die Nachkommen werden nicht beachtet und auf welche Art und Weise auch immer "entsorgt". Verantwortung scheint hier ein Fremdwort zu sein.

Die streunenden Katzen und Hunde vermehren sich genauso unkontrolliert wie die häufig anzutreffenden sogenannten Ketten- und Wegehunde. Ihre Nachkommen haben nur eine geringe Überlebenschance, weil die Muttertiere durch ihre Unterernährung nur wenige von ihnen durchbringen können. Die Welpen werden oft nicht beachtet und ihrerseits zu Streunern, die sich wiederum weiter vermehren. Der Teufelskreis beginnt.
Während der Paarungszeit fährt das Immunsystem der Tiere auf Sparflamme herunter, wodurch sie vielen Infektionsgefahren ausgesetzt sind. Ihr Paarungsdrang macht sie unachtsam und sie werden nicht selten Opfer von Unfällen. Selbst wenn man nur das Nahrungsangebot betrachtet, stellt man fest, dass dieses nicht unerschöpflich ist. Für viele gehört Hunger und Durst ihr Leben lang zum Alltag.

Dort, wo die Vermehrung Überhand nimmt und somit das Leben der Tiere in Gefahr ist, führen wir punktuelle Kastrationsaktionen durch. Auch wenn wir uns oftmals mit dem Gesetz konfrontiert sehen, welches uns Paragraphen vorhält, die dem Schutz der Tiere dienen sollen, deren Hilfe aber der Sache an sich lediglich im Weg steht.
Deshalb ist der kleine Schnitt ( Kastration ), der nur selten ein geringes Risiko darstellt, die effizienteste Methode um Leben zu erhalten und zu schützen.

Karstrierte Katze

Der Cut im Ohr kennzeichnet die Katzen als kastriert



• Stall- und Wegehunde

Um Ihnen diesen Baustein ein wenig näher zu bringen, hier ein Bericht von Maren über die regelmäßigen Versorgungstouren:

Für unser Projekt Stall- und Wegehunde stand wieder die 3 monatliche medizinische Versorgungstour ins Haus.
Die ca. 60 Hunde, die wir inzwischen betreuen  ( einige von ihnen haben wir ja  im Zusammenhang mit dem Bau von Hundehütten hier bereits vorgestellt ), werden mit Floh- und Wurmmittel versorgt und  auf sonstige Verletzungen und für uns erkennbare Krankheiten untersucht und behandelt.
Diese Aufgabe nimmt inzwischen mehrere Tage in Anspruch, da die Tiere weit verstreut und oft an unzugänglichen Wegen und Schotterstrassen angebunden sind.
Niemand von uns reißt sich wirklich um diesen Job, da man  immer wieder mit Bildern konfrontiert wird, die jedem Tierschützer die Haare zu Berge stehen lassen. Aber das Wissen um die Not der Tiere bringt uns regelmäßig auf den Weg.

Ausgerüstet mit Medikamenten, Futter und Wasserkanister, Harke, und Besen, Ersatzketten und Halsbändern machten Brigitte und ich uns an mehreren Vormittagen auf den Weg.
Völlig verdreckte Plätze und Futter- und Wassernäpfe, oft viel zu kurze Ketten, vereinsamte, verängstigte Tiere bestimmten auch diesmal das Gesamtbild.
Alle Hunde wurden mit Wurmtabletten und Flohspray versorgt, Ohren untersucht und gereinigt, die Plätze rund um die Hütten und Tonnen von Müll, Unrat und Exkrementen gereinigt, Futter und Wasserbehälter ausgewaschen. Für jeden gab es eine Extraportion Futter und wenn möglich viele, viele Streicheleinheiten.
Wo immer wir das Glück hatten den Besitzer anzutreffen, versuchte Brigitte das Gespräch auf Kastration zu bringen. Die Antworten fielen auf dieser Tour jedoch meist negativ aus. Dennoch hoffen wir mit viel Geduld und durch stetige Gespräche diese Kontakte weiter auszubauen, Aufklärungsarbeit zu leisten und irgendwann auf positive Ergebnisse zu stoßen.

Stallhunde



• Das Hundehüttenprojekt

Die Idee hatten wir schon länger, aber das Geld fehlte einfach . . .

Aber mittlerweile haben wir durch Ihre Spenden schon über 50 ! ! ! Hütten aufbauen können. Weitere sind in Arbeit. Bevor wir jedoch eine Hütte aufstellen können, müssen wir Kontakt mit dem jeweiligen Besitzer aufnehmen. Stimmt dieser zu, hat dieser Hund nicht nur ein schickes Dach über dem Kopf, sondern auch einen sehr guten Schutz vor Sonne, Wind und Regen. Außerdem bekommt er, wenn es unsere Zeit erlaubt, regelmäßig Besuch von uns. Wird wenn nötig mit Futter und Wasser versorgt, bekommt Medikamente gegen Zecken, Flöhe, Würmer.
Und weil wir dem Besitzer einen Gefallen getan haben, stimmt dieser auch häufig einer Kastration zu. Mittlerweile machen wir das zur Bedingung, klapp aber leider nicht immer  ; (

Hundehüttenprojekt

Die erste Hütte

 

An dem Stall- und Wegehunde- und Hundehüttenprojekt wird deutlich, dass wir hier einen ganz wesentlichen Kontakt zu den Besitzern der Tiere knüpfen. Nach dem Motto, das hier auf Kreta immer noch herrscht: " Eine Hand wäscht die andere " bekommen wir einen Fuß in die Tür.

Nämlich den, dass der Besitzer in der Dorfkneipe erzählt, ein paar Verrückte hätten aus unerfindlichen Gründen geglaubt, seinem Hund helfen oder gesund machen zu müssen, und das sogar ganz gut gemacht. Und dass sich auf diese Weise langsam, aber stetig die Nachricht verbreitet, dass es eben ein Grüppchen gibt, das man in Tierfragen ansprechen kann; und das NICHT gleichzeitig immer Probleme bereitet!

Und vielleicht sogar den, dass ganz, ganz gemächlich auch bei diesem Tierbesitzer, und seinen Dorfgenossen, im Hinterstübchen ein paar Gedanken dazu aufkommen, wie richtig es denn wohl sei, das Leiden eines angeketteten Tieres einfach „auszusitzen“.



• Vermittlung

Die Vermittlung der von uns aufgenommenen Tiere läuft in der Regel über private Pflegestellen. Natürlich versuchen wir als Erstes, hier auf der Insel neue Besitzer zu finden, was auf Grund des hier herrschenden Überangebotes nicht einfach ist. Die Problematik und die immer wieder aufkommenden Kritiken, Tiere nach Deutschland zu schicken, ist uns mehr als bewusst. Claudia Grothus hat für den " Förderverein Arche Noah Kreta e. v. " einen Artikel zum Thema Auslandstierschutz verfasst, der sehr gut das Für und Wider erläutert.
>>>>> Thema: Auslandstierschutz <<<<<

Joe Cocker

Joe Cocker, hatte einen alten Beckenbruch und dazu noch einen relativ frischen Abriss der Nerven am Vorderlauf.
Er lebt glücklich vermittelt in Deutschland.



• Resozialisierung

Viele der von uns aufgenommenen Hunde haben ihr bisheriges Leben alleine an Ketten oder in Ställen verbracht. Die Erfahrung in der Kommunikation im Rudel oder mit anderen Tieren ist kaum noch vorhanden. Nicht selten wurden die Tiere misshandelt und zeigen deutliches Fehlverhalten, sind extrem ängstlich und scheu. Bei Marita & Steffie erlernen "die Neuen" ihr Sozialverhalten neu, verlieren ihre Angst und mögliches Fehlverhalten wird versucht zu korrigieren. Die Basis für dieses Rudel bilden die eigenen Hunde: Filos, Pünktchen und Bill ( Opa ).

Atze

Atze, es hat viel Zeit gebraucht, bis er wieder Vertrauen zu Menschen hatte.



• Futterversorgung

ca. 60 Stall- und Wegehunde und ca. 400 -500 Katzen sind zu füttern.
Dank der Unterstützung des Fördervereins Arche Noah Kreta e. V. sind wir in der Lage, vor allem in den Wintermonaten, dann, wenn die Touristen fort sind und die Tavernen geschlossen, den Tieren zumindest einen Teil ihrer nötigen Nahrung zu geben.
Ausserdem bekommen wir durch unsere regelmäßige Besuche an den Futterstellen, einen Überblick über die Anzahl und den gesundheitlichen Zustand der Tiere und greifen ggf. ein.

Futterstelle Futterstelle

 



• Welpen / Quarantänestation

Dank unserer Möglichkeiten bei Marita & Steffie und der Unterstützung des " Fördervereins Arche Noah Kreta e. V. " haben wir einen ehemaligen Hühnerstall umgebaut und sind in der Lage in vier abgetrennten Boxen Tiere aufzunehmen. Der andere Teil des Stalls dient uns als Lager für Futter, Boxen und sonstigem Equipment. Gerade bei der Aufnahme neuer Tiere ist dieser Ort besonders wichtig. Meist verbringen die Neuzugänge zwei bis drei Tage in der Box, werden gegen Flöhe, Würmer und sonstige Parasiten behandelt und kommen erst dann, nach ihrem ersten Tierarztbesuch und wenn sie gesund sind, zu unseren anderen Tieren. Damit können wir der Ansteckung und Übertragung von Krankheiten vorbeugen.

 



• Katzenpflegestelle

Bei einem hier lebenden englischen Ehepaar haben wir die Möglichkeit, unsere aufgenommenen Katzen unterzubringen. Kathie und Brian haben sich lange gesträubt, in die Öffentlichkeit zu gehen. Aber in vielen Gesprächen mit uns sind die Beiden ins Team gewachsen. Sie kennen unsere Situation und helfen wo sie können. Brian kümmert sich um den Bau neuer Hütten und hat eine Zwingeranlage gebaut. Auch diese hilft uns immer wieder Hunde aufzunehmen, wenn es bei Marita & Steffie mal wieder Überhand nimmt.

Einen ausführlichen Bericht über Kathie & Brian können sie hier lesen:



• Katzenumsiedelung

Eine Idee, die wir im letzen Jahr erstmalig umsetzten konnten, weil sie sehr zeitaufwändig ist. Mit Hilfe unserer Praktikantin Carina und Ihrer Freundin Kim, haben wir aus Regionen in denen zu viele ( kastrierte !!! ) Katzen waren, einige an Stellen umgesiedelt, in denen es zu wenige gab.
Damit haben wir auch den Vorwürfen, dass wir durch die Kastrationen die Population so weit herunterfahren, dass es zu einer Ratten- bzw. Mäuseplage kommt, den Wind aus den Segeln genommen.