Hallo Zusammen,
Heute ist viel passiert, Jo war wohl einkaufen oder so. Neue Futterschalen, eine für immer frisches Wasser, eine für mein Welpenkatzentrockenfutter und die BESTE! Eine für mein geliebtes Nassfutter. Er teilt mir das ein sagt er, aber eigentlich ist davon immer genug da. Eigentlich!
Ein vernünftiges Katzenklo war auch dabei, viel geräumiger als diese doofen Pappschalen und auch noch, super geil, so eine Art Katzenkörbchen, die er nicht mag, schick in schwarz / weiß, schön flauschig und da hat er extra für mich noch ein Handtuch drunter gelegt, damit ich es von unten nicht so kalt habe. Klar, war ich gleich probeliegen, nicht schlecht das Ding, vor allem weil es in der Nähe von seinem Ofen liegt und mir jetzt immer richtig schön warm ist. Und, was ich wirklich nicht mag, andere Verbände für mein krankes Bein, aber die sind gut, die kleben nicht so wie die ersten und sind nun viel dünner und nicht mehr so schwer, da kann ich jetzt viel besser toben. Hab´ ich auch!!!
Kommen wir nun aber mal zu der heutigen Adventsgeschichte. "Sir" Henry hatte es in seinem Leben bevor er zu denen von APAL gekommen ist sehr schwer, aber das habt ihr sicher schon in seiner Geschichte nachgelesen. Nun wohnt er in Deutschland und hat da so richtig den Vogel abgeschossen wie er sagt. Ja, "Sir" Henry hat noch seine Malessen, aber wir sind uns sicher, dass er gut versorgt wird. Und ich glaube, das ist das wichtigste, er hat eine richtige Freundin gefunden.
Aber lesen sie selbst: |
Also ich will mal ein bisschen von den ersten Tagen berichten, die Sir Henry, unser Zweithund (7Jahre alt vom Tierschutz) nun schon bei uns verbracht hat:
Erst einmal haben wir uns seeehr viele Gedanken gemacht und sehr viel gegoogelt, wie wir das erste Treffen von Caddy und Sir Henry gestalten sollten: neutrale Umgebung, erst mal schön Gassi gehen, den Hund in Ruhe alles kennen lernen und beschnüffeln lassen usw. ... Ja von wegen! Das Kennenlernen fand zwangsweise am Flughafen, mitten in der Nacht statt. Caddy hat sich erst einmal wahnsinnig über Sir Henry erschrocken und ist vorsorglich geflüchtet.
Es machte eh keinen wirklichen Sinn, die beiden an der Leine auf einem Flughafenparkplatz laufen zu lassen, also ab ins Auto und nach Hause. Tja und dort, zack! kam Caddys Sinneswandel: Plötzlich begann sie, Sir Henry zum Spielen aufzufordern und beide flitzten zusammen über die Fußgängerzone und tobten, als kannten sie sich schon jahrelang. Nach einem kleinen Spaziergang ging es in der Wohnung genauso weiter. Sir Henry schaute sich alles an, schnüffelte ganz aufgeweckt und begeistert und es wurde immer wieder gespielt und getobt. Es hätte nicht besser laufen können!
Leider hatten mein Freund und ich beide keinen Urlaub bekommen und wir mussten die beiden während der Arbeitszeit alleine lassen. Sorge um die zwei hatten wir nicht. Die verstanden sich ja prächtig! Aber wie würde Sir Henry sich allein in der Wohnung verhalten??? Er kannte bisher nur das Leben allein in einem Stall, angeleint! Zum Glück gab es in der ganzen Woche keine angekauten Möbel sondern nur zwei kleine Pinkelpannen (es war ja auch nicht anders zu erwarten). Sir Henry ist begeistert von unserer Couch – diese Begeisterung können wir leider nicht so ganz teilen, denn es zeigen sich ein paar Rangordnungsprobleme. Bei einem Shar Pei muss man eben sehr konsequent und ausdauernd sein. Es sind nun mal kleine, faltige Sturköpfe.
Wir sind dennoch überrascht, wie schnell er sich an die ganzen fremden Gerüche, die Autos, die ganzen Menschen und Hunde in der Stadt gewöhnt hat. Er scheint eh ein ganz tiefenentspannter Kerl zu sein Auch gewöhnte er sich schon in der ersten Nacht an sein Körbchen und alles lief recht positiv ab.
Leider gibt es auch Negatives zu berichten: Der kleine Falti hat ganz doll gesundheitliche Probleme (Demodikose, Lederhaut an Bauch und Brust sowie starken Juckreiz – alles bedingt durch Milben und fehlende Pflege).
Es wird noch viel Arbeit, sieben Jahre ohne richtige Erziehung aufzuarbeiten, aber darauf sollte man sich auch einstellen, wenn man sich einen Hund zulegt, dessen Vorgeschichte man nicht all zu gut kennt. Je nachdem welche Rasse es ist. sollte man auch ein gutes Wissen über diese haben.
Sir Henry ist also noch eine ganz schöne Baustelle, in vielerlei Hinsicht. Aber wir sind optimistisch und er lernt zum Glück viel Gutes von Caddy, unserem Ersthund. Stubenrein ist er schon mal in der einen Woche geworden und "Sitz" hat er auch schon gelernt - ein cleveres Kerlchen eben |
Ich glaub´ die haben sich richtig lieb die Beiden und ich glaube es gibt nicht Schöneres, als jemanden zu haben, der für einen da ist. Also hab´ ich mich auf Jo´s Schoß gelegt und helfe ihm dabei, die Geschichte von morgen fertig zu machen. Es geht um einen tierischen Besucher, aber mehr verrate ich euch nicht.
Seit mal gespannt auf die morgige Adventsgeschichte,
Bis morgen,
Euer Kazou |