Neuigkeiten:
29.06.2010
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02.07.2010
Mein alter Freund Georgie
Erinnern Sie sich noch? Georgie, der Brückenhund?

Noch immer besuche ich ihn fast täglich. Nein, nicht an seinem alten, staubigen, fürchterlichen Platz an der Brücke in Preveli, sondern auf der Homepage des Tierheimes Landsberg am Lech unter den zu vermittelnden Hunden...
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12.05.2010
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22.04.2010
Einen ganz lieben Gruß aus Witten
18.02.2010
Endaxi .... ? Endaxi !
. . . mit Happy End ! ! !
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Rocky, das Auslaufmodell
Es ist Winter auf Kreta, Anfang November. Kein Weihnachtsmarkt, Schmuddelwetter oder die neueste Wintermode kündigen diese Jahreszeit an, nein, es ist eher eine Stimmung. Innerhalb weniger Tage hat auch der nahezu letzte Tourist die Insel verlassen. Der Ort wirkt wie ausgestorben. Leere Strände, geschlossene Tavernen und Geschäfte, keine schleichenden Mietautos, das Knattern von Motorsägen in den Oliven... Es ist, als hätte jemand einen Hebel umgelegt. Die Tierschützer auf der Insel versuchen mit letzter Kraft die verbleibenden Tiere auszufliegen, was bald aufgrund fehlender Flugpaten und Direktflügen nahezu unmöglich sein wird. Die aktive Truppe aus Plakias ist auf die Hälfte reduziert, da sich sowohl Brigitte als auch Jürgen in Deutschland aufhalten. Bei einem Treffen versuchen wir die anstehenden Arbeiten auf willige Helfer zu verteilen. Tierarztfahrten, Versorgung von Stall- und Wegehunden, Fütterung von Katzen. Maren, die mit mir in Plakias die Stellung hält, wird von Brigitte in die Verwaltung der Finanzen eingearbeitet. Susanne organisiert einen Infoabend über Ersthilfe bei Vergiftungen und hilft bei der Zusammenstellung eines Notfallsets für die Interessierten. Unser Futterlager ist leer und wir warten sehnsüchtig auf den nächsten Transport des Fördervereins. Etwa 50 Futterstellen mit insgesamt ca. 500 Katzen, von denen rund 90 Prozent bereits kastriert sind (von wem wohl), werden mittlerweile von uns versorgt. Ich beginne mit dem Bau von 5 Hundehütten, die von Mitgliedern des Fördervereins gespendet wurden. Das „Tierschutzhandy“ hat Brigitte mir natürlich auch da gelassen. Eine Aufgabe, die ich nicht wirklich gerne übernehme, denn wer Brigitte kennt, weiß, dass man keine 5 Minuten mit ihr reden kann, ohne dass nicht mindestens einmal das Telefon stört. In den ersten Tagen ist es erstaunlich ruhig, nur ein paar Nachfragen wegen Futter. Brigitte hat vor ihrer Abreise noch möglichst viel abgearbeitet und die Meisten wissen natürlich auch, dass sie nicht da ist. Dann, am Sonntag, ein Anruf von Ioanna aus Sellia, einer tierlieben Griechin, die uns zwar oft mehr Arbeit einbringt als abnimmt, die aber immerhin eine wichtige Vermittlerin zwischen uns und den Dorfbewohnern ist. Ein Hund aus der Nachbarschaft, der normalerweise an der Kette lebt, aber auch teilweise im Dorf frei läuft, sei ziemlich dünn und hätte eine offene Wunde am Ohr. Ich fahre mit Maren hin, um den Hund anzuschauen. Rocky, so heißt diese Miniausgabe von unserem dicken Filos, ist in der Tat viel zu dünn und hat ein für hier typisches von Fliegen angefressenes Ohr. Wir behandeln das Ohr, sprühen ihn mit Frontline ein und verabreichen ihm eine Wurmtablette. Parasitenbefall ist hier häufig die Ursache für den desolaten Zustand der Tiere. Dann macht Ioanna uns darauf aufmerksam, dass Rocky außerdem ständig tropfen würde, das heißt, wo er geht und steht verliert er Urin. Wir schauen uns Rocky genauer an und stellen mit Entsetzen fest, dass er überhaupt keine Öffnung für den Penis hat. Dieser scheint zwar voll ausgebildet, liegt aber unter der Haut und aus einem winzigen Loch in der Bauchdecke tropft ständig Urin. Wir telefonieren mit Ines, aber schon vorher ist uns bewusst, dass hier eine Operation unumgänglich ist. In absehbarer Zeit würde eine Entzündung von Blase oder Niere ein qualvolles Ende für den Hund bedeuten. Wir bitten Ioanna mit den Besitzern zu reden, den Ernst der Lage zu schildern und von unserer Seite anzubieten, den Hund zum Tierarzt zu bringen. Für die Kosten einer OP müssten sie allerdings selbst aufkommen, da es sich um ein Privattier handelt. Ioanna macht uns keine großen Hoffnungen, dass die Besitzer einer solchen Regelung zustimmen würden. Außerdem seien diese wegen eines Todesfalls in der Familie gerade eh nicht ansprechbar. Mehr konnten wir zunächst nicht tun. Und obwohl Rocky natürlich nun ständig durch meinen Kopf geisterte, mussten wir erst einmal auf eine Stellungnahme der Besitzer warten. Nach ein paar Tagen die erwartete negative Antwort, dass sie für eine OP kein Geld hätten. Was nun?... Dann ein Anruf von Thomas, der Futtertransport sei unterwegs. Er käme am Dienstag mit Ines auf die Insel und ob sie bei uns übernachten könnten. Klar, sage ich, wenn Ines mal einen Blick auf Rocky werfen könnte... Am besagten Abend holten wir dann spontan Rocky aus Sellia, den wir dort im Hinterhof vorfanden. Seine Kette hatte sich mehrfach um einen Baum verwickelt. Ioanna begleitete uns, aber die Besitzer ließen sich nicht blicken. Bei mir zu Hause sorgte das „Auslaufmodell“ Rocky dann dafür, dass ich fünfmal das Wohnzimmer wischen musste. Doch das nahm ich gern in Kauf, denn immerhin bot sich an diesem Abend die Gelegenheit, Ines fachkundigen Rat einzuholen. Wer Ines kennt, weiß, dass sie nicht lange fackelt, wenn sie einem Tier irgendwie helfen kann. Im Grunde müsste jeder eine Ines im Hause haben. |
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Zwei Tage später konnte Rocky dann das erste Mal in seinem Leben einen Baum anpinkeln. Was er nun allerdings nicht mehr kann - andere kleine Rockys zeugen, die dann wieder Besitzer haben, die keine Verantwortung für sie übernehmen können oder wollen. |
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Seit einer Woche ist Rocky nun mein Gast, und obwohl er eine ganz schöne Nervensäge ist, denke ich mit Grauen daran, dass ich ihn bald wieder zurück an die Kette bringen muss. Immerhin konnten wir seine Lebensqualität deutlich verbessern und ich denke, dass wir ihm eventuell auch noch eine Hütte spendieren werden. Danke Ines! Und Danke Euch allen, die unsere Arbeit hier möglich machen! |
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