Neuigkeiten:
Nach Hause - Teil 2
Nach Hause - Teil 1

![]()
Frühlingsbasar
Neues von Kasimir
Wilma
05.03.2012
Mein erster Pflegehund
20.02.2012
![]()
Nach Hause
16.01.2012
Was ist eigentlich..
13.01.2012
Spendenkonto:
Wenn Sie unsere
Tierschutz- arbeit unterstützen möchten,
überweisen Sie Ihre Spende bitte auf das Konto:
ANIMAL PROTECTION
AND LIFELINE
EUROBANK EFG
BIC / Swift Code: EFGBGRAA
IBAN:
GR3202601360000150200493900
Wenn Sie eine für das Finanzamt gültige Spenden- quittung brauchen, überweisen Sie Ihre Spende bitte auf das Konto von:
Tierschutzinitiative
ohne Grenzen e.V.
email: info@tsi-ohne-grenzen.de
Newsletter
Wir halten Sie auf dem Laufenden
Lara - Eine lange Geschichte
![]() |
Sie ist geboren, so wie fast alle Hunde auf Kreta, irgendwo. Die ersten Wochen, aufgewachsen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Dann kam Lara als Welpe zu einer Familie mit Kindern. Sie war so klein, so süß und brachte vor allem den Kindern große Freude. Ein kleiner Hund, mit dem man alles machen kann. Fast wie ein Stofftier, so niedlich, aber doch etwas anderes. Lara wurde größer, bekam ihren eigenen Willen, kläffte wenn ihr irgendetwas nicht passte, pinkelte ins Haus, zerbiss Kissen und Schuhe. Brigitte hatte Lara bei einer ihrer Stallhunde-Runden entdeckt und bemerkt, dass sie eine merkwürdige Motorik hat und ab und zu mit dem Hinterteil wegknickte. Nach dem üblichen Gespräch mit dem Besitzer, dies ist wichtig, denn wir schneiden nicht einfach irgendwelche Hund los, ohne Rücksprache zu halten, hat Brigitte Lara zu uns in die Pflegestelle gebracht. |
![]() |
Ein Anfang war gemacht. Aber den bitteren Nachgeschmack spüre ich noch heute, Monate nachdem wir Lara aufgenommen hatten und Wochen später, als wir Lara endlich in eine geeignete Pflegestelle in Deutschland vermitteln konnten. Denn wir stehen dazu, dass jedem Tier ein angemessener und artgerechter Lebensraum zusteht. Laras Weg war bis dahin alles andere als das. Erst einmal war sie bei uns und ja, Laras Gang war eigenartig. Beim Spielen mit den anderen Hunden, bei der Suche nach ihrem Schlafplatz oder auf dem Weg zum Tor, um unsere Gäste oder Besucher zu begrüßen, lief Lara so, als hätte sie einen über den Durst getrunken. Unkoordiniert, schwankend, unsicher. Zu der Zeit führten wir das auf den viel zu kleinen "Lebensraum", sprich, auf viel zu wenig Auslauf zurück. Wir dachten, ihre Muskeln hätten sich nicht richtig entwickeln können und das gibt sich wieder. Es hat keinen Tag gedauert und Lara fühlte sich bei und wie Zuhause und benahm sich auch so . . . |
![]() |
Nach ihrer Ankunft bei uns wurde Lara erst einmal von den anderen Hunden begrüßt. Danach oder auch gleichzeitig untersuchte sie den Garten, das Haus, wo gibt es was zu trinken oder wo kann man am besten pinkeln, wo kann man sich am besten hinlegen, wer ist hier der Chef, einfach mal einen Überblick verschaffen über das, was man hier so wissen muss. Sie genoss die Gesellschaft der anderen Hunde und die von uns und unseren Besuchern. Endlich konnte sie spielen, toben, ihr neues Leben in vollen Zügen genießen. Jeder schloss sie sofort in sein Herz. Wie jeder Tag, hatte auch dieser Erste ein Ende, es wurde dunkel und auch Lara kam so wie alle anderen Hunde zur Ruhe. Marita und ich genossen unseren Feierabend, eine entspannte Atmosphäre, besser hätte es nicht seien können. Unser Pünktchen lag, natürlich, bei Marita auf der Couch, Filos in einer viel zu kleinen Hundebox, die auch nicht für ihn gedacht war, Kalua und Lara auf einem Rheumafell vor dem Kamin und ich saß am Tisch und mümmelte ein paar Erdnussflips . . . |
![]() |
Irgendwann hatte dann Lara ihren Platz unter unserem Sofa gefunden, es war endlich Ruhe bei uns. Trotz des spannenden Krimis, den wir sahen, bemerkten Marita und ich, dass Lara beim Schlaf im Traum zu laufen begann, nichts Besonders, das machen fast alle Hunde mal, wenn sie träumen. Bei Lara war es schlimmer, sie krampfte am ganzen Körper. Marita und ich sahen uns an ? ? ? Wir haben schon viel erlebt in den vergangenen Jahren, so etwas zum Glück noch nicht. Was können wir jetzt tun? Wir versuchten, Lara mit einfachem vorsichtigem Handauflegen zu beruhigen. Lara wurde langsam wach und sie schien so, als wenn nichts gewesen wäre. Marita hat diese und die folgenden Nächte im Wohnraum geschlafen. Immer in der Hoffnung, Lara helfen zu können, wenn sie wieder krampfte. Zwei Tage später war der obligatorische Besuch beim Tierarzt. Wir berichteten über die Ereignisse und der Arzt sagte kurz und knapp, völlig emotionslos: "Einschläfern, Epilepsie, keine Vermittlungschance!" Da ja nun (glücklicherweise) nicht Er, sondern Wir entscheiden, ob und wann ein Tier eingeschläfert wird oder was sonst mit ihm passiert, haben wir die Diagnose erst einmal so hingenommen und das Weite gesucht . . . Für Brigitte, Marita und mich stand fest, Nein! Lara hat ihre Chance verdient und die wird sie bekommen. Ganz sicher! |
![]() |
Wir haben sofort, wie so oft, wenn wir Probleme haben, die hier mit den örtlichen Tierärzten nicht zu lösen sind, mit Ines Leew, der Tierärztin vom Förderverein Arche Noah Kreta, Kontakt aufgenommen. Auch sie war entsetzt über der Entscheidung des Arztes aus Rethymnon, Lara einzuschläfern. Nachdem wir Ines ausführlich über alles berichtet hatten, was wir mit Lara erlebt hatten, verordnete sie ein Medikament gegen ihre Krankheit. Es vergingen Tage, aber dann bemerkten wir nach und nach eine Besserung. Obwohl Lara mittlerweile auch tagsüber hin und wieder krampfte, waren die Anfälle nicht mehr so extrem, nicht mehr so lange. Bei uns keimte ein wenig Hoffnung. Ich habe dann die Theorie aufgestellt, dass Lara mit der Situation bei uns einfach überfordert war. Ihren Bewegungsdrang, ständig mit den anderen Hunden zu spielen, überall und immer dabei zu sein, war meiner Meinung nach einfach zu viel für sie. Natürlich, und das verstehe ich allzu gut, hatte Lara viel, sehr viel nachzuholen und sie hat uns damit alle glücklich gemacht, mit ihrer lieben einzigartigen Art. Aber ich war mir sicher, etwas mehr Ruhe würde Lara mit ihrer Krankheit sicher gut tun. |
|
Ein Bericht über Lara kam in den internen Verteiler der Arche Noah, erstmal ohne Erfolg. Thomas Busch vom Förderverein Arche Noah Kreta hat, wie so oft und immer wieder, eine Lösung gefunden. Es hat etwas gedauert, denn wir hatten an die neue Pflegestelle in Deutschland hohe Ansprüche gestellt: Lara darf nicht allzu lange allein bleiben, ein Hund als Begleitung wäre sehr wichtig, auf keinen Fall darf Lara in ein Tierheim und die Pflegestelle muss in der Lage sein, mit Lara und ihrer Krankheit umzugehen. Sie braucht ihre Zeit, um zur Ruhe zu kommen und Lara muss lernen, sich nicht zu überfordern. Dafür garantierten wir eine sehr, sehr liebe, anhängliche, unkomplizierte, verschmuste, verträgliche junge Hundedame, die alle Liebe und Zuneigung, die man ihr zuteil werden lässt, tausendfach wieder zurückgibt. Thomas hatte Erfolg. Bei Vanessa in Deutschland, einer Pflegestelle der Arche, wird Lara bis zu ihrer endgültigen Vermittlung bleiben können. Der Abschied von Lara fiel uns allen schwerer als gewohnt. Wir haben mit ihr gelitten und uns mit ihr gefreut. Wochen haben wir sie betreut, es war schön, sie als Hund zu erleben, der sein Leben wieder genießen kann. Lara ist gegangen als Freund, gerne, nur allzu gerne hätten wir sie behalten, aber leider warteten wie immer, schon die nächsten auf ihre Aufnahme bei uns. Dann kam Lara in ihre neuen Pflegestelle in Deutschland. |
![]() |
Es dauerte nicht lange, da bekamen wir die ersten Mails von Vanessa: Ein liebes Hallo nach Griechenland .... anbei findet Ihr ein paar Fotos von Lara. Der kleine Schatz macht sich ganz wunderbar ... Sie ist lieb, verschmust und unkompliziert. Sie fährt gerne Auto ... Tagsüber verbringen wir unsere Zeit im Büro, das klappt klasse ... Mittags können wir eine schöne Runde drehen und abends einen schönen Spaziergang machen. Über jede Nase die sie trifft freut sie sich und würde gerne alle K.O. spielen. Viele liebe Grüße Lara & Vanessa |
![]() |
![]() |
Hallo Marita - Hallo Jürgen, ich habe Lara sehr gerne bei mir ... Sie ist nur niedlich, völlig unkompliziert und ein sagenhaftes Kuschelmonster!!! Tagsüber ist sie mit mir auf der Arbeit ... Hier hat sie jeder lieb gewonnen ... Von überall her bekommt sie Kauknochen oder Stofftiere zum spielen!! Jetzt schläft sie gerade wieder ... Aber wir wollen gleich spazieren gehen. Ines sagte mir, dass ihre Blutergebnisse gut waren und es wohl etwas Neurologisches ist. Lara hatte die erste Woche im Schlaf immer wieder Krämpfe 10 - 20 Sek. ... immer im Tiefschlaf ... 1 bis 2 mal am Tag ... Seit letzten Freitag hatte sie allerdings keinen mehr :-) Wenn ihr mögt schicke ich euch gerne mal wieder Fotos und erzähle ein bisschen. |
![]() |
Der Kuss ist angekommen und ich soll ein "Schlap Schlap " zurückschicken Viele liebe Grüße und ein großes Dankeschön an Euch ... ihr habt der Maus so viel geholfen Lara & Vanessa |
![]() |
Hallo ihr Lieben, Lara war heute Schwimmen, nachdem es ihr ein Hund vorgemacht hat ... Zuvor wollte sie immer in das Wasser beißen ... Leider hat es nicht geklappt, egal wie viel Mühe sie sich gegeben hat ... Aber das Schwimmen hat ihr Spaß gemacht. Liebe Grüße Lara + Vanessa Ein paar Tage nach der ersten Mail habe ich Vanessa angerufen. Wir haben viel über Lara geredet und ich war mir sicher, dass Lara die beste Pflegestelle gefunden hat, die es für sie gibt. Und Vanessa und mir war nun klar, wenn nicht schon lange vorher, dass unsere Entscheidung, Lara nicht einzuschläfern, die einzig richtige war. Allen Beteiligten ein RIESEN-DANKESCHÖN für die Unterstützung, durch die Lara nun ein richtiges Hundeleben führen kann. |
![]() |
P.S.: Mittlerweile hat Lara ein neues Zuhause gefunden. Genauso wie bei ihrer Pflegemama Vanessa, geht sie auch nun täglich mit ins Büro und verzaubert auch hier alle mit ihrem unvergleichtichen Charme! |