Ein Bericht von Christa & Gert Rahn |
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Dieser Bericht soll unsere Bewunderung den Plakias-Tierschützern, besonders Brigitte gegenüber zum Ausdruck bringen. Die nervliche und körperliche Belastung, die diese Menschen auf sich nehmen, um zu helfen, wird hoffentlich irgendwann belohnt.
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30.03.2011
Wir hatten einen wunderschönen Urlaub wie schon so oft auf Kreta. Unsere Rückreise per Schiff und Auto steht bevor und Brigitte hat sich uns angeschlossen, um ein paar Schützlinge nach Deutschland in ein gutes Zuhause zu bringen.
Bei Brian und Kathie treffen wir uns mit Brigitte, Marita, Maren und Jürgen.
Die Hunde sind schon fast alle in Jürgens Kleintransporter, den er Brigitte für die Fahrt überlassen hat, eingeladen und haben es sich gemütlich gemacht.
Bei uns dürfen die vier Welpen, die von Marita und Steffi mit der Flasche großgezogen wurden, mitfahren.
Unter hochheiligen Versprechungen, gut auf sie aufzupassen und unter Tränen von Marita, die „Ihre Kinder“ sorgenvoll verabschiedet, fahren wir los Richtung Heraklion.
Planmäßig erreichen wir Heraklion, übergeben am Stadtrand noch eine Katze an Verena und fahren weiter zur Fähre.
Nachdem wir noch einmal alle Hunde, vor allem die Kleinen versorgt haben, fahren wir auf die Fähre und legen ab Richtung Piräus. Hier denkt Brigitte natürlich sofort an die sorgenvolle Marita und schickt eine SMS, dass es ihren Kleinen gut geht J. Nach einem netten Abend mit guten Gesprächen (wofür Brigitte jetzt mal ohne schlechtes Gewissen Zeit hat) legen wir uns schlafen. |
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31.03.2011
Um 6:30 treffen wir uns auf dem Autodeck. Als erstes schauen wir in unser Auto, ob es den Kleinen gut geht. Es schauen uns vier muntere Gesichtchen an und wedeln erwartungsvoll mit ihren kleinen Schwänzchen. Da wird es einem ganz warm ums Herz.
Nachdem wir die Fähre verlassen haben und uns durch Piräus gekämpft haben, machen wir eine größere Rast, um die Hunde (und auch uns), mit Frühstück zu versorgen.
Hier fällt uns das erste Mal so richtig auf, mit welcher Kraft und Energie Brigitte die Versorgung der Tiere in Angriff nimmt. Wie ein Akrobat klettert sie auf die Boxen, zieht sie heraus und hebt sie vom Auto, damit die dahinter stehenden Tiere auch versorgt werden können. Leider ist mein Mann Gert nach einem Unfall noch ziemlich körperlich eingeschränkt und kann hier nicht helfen. Auch ich kann gar nicht so schnell helfen, wie ich gerne möchte.
Brigitte ist so schnell, dass ich ihr gerade mal den einen oder anderen Hund abnehmen und ein paar Meter mit ihm laufen kann.
Aber erst nachdem ich den Kampf mit den Kleinen überstanden habe. Hier habe ich zwei lange Leinen mit je einem Karabiner an jedem Ende, so dass ich nur zwei Leinen für die vier Zwerge brauche. Nur haben die ihren Spaß daran, mich binnen Sekunden damit so einzuwickeln, dass ich wie ein Gefesselter keinen Meter mehr gehen kann und um Hilfe schreie. Die schmunzelnden Gesichter um mich herum sprechen Bände….
Nachdem dann alle satt und zufrieden sind, fahren wir weiter Richtung Patras. Es regnet jetzt in Strömen und ein paar Stunden später suchen wir verzweifelt nach einem überdachten Platz, um etwas zu essen. Brigittes Mann Wolfgang hat uns mit ganz leckeren Speisen versorgt, damit wir nicht von Lokalen oder Schiffsrestaurants abhängig sind.
Nur wo sollen wir das essen?
Eine stillgelegte Tankstelle ist die einzige Möglichkeit, die wir sehen.
Es muss schon ein seltsamer Anblick sein. Da stehen drei völlig durchnässte Personen in einer ausrangierten Waschhalle, klopfen gekochte Eier an den alten Fliesen auf und essen mit drei Gabeln aus einer großen Schüssel Kartoffelsalat. Zu allem Elend müssen wir doch lachen.
Ziemlich schnell verlassen wir diesen unwirtlichen Ort und fahren weiter nach Patras. Jetzt geht die Suche los nach einem geeigneten Platz, um die Hunde zu versorgen. Jürgen hat uns beschrieben, wo ein schöner Platz zu finden ist, jedoch ist die Straße dahin gesperrt. Nach etwas Suchen finden wir einen Platz mit ein wenig überdachter Fläche. Nacheinander holen wir die Hunde heraus, füttern sie und laufen abwechselnd (immer noch im Regen) mit ihnen hin und her. Die Folge ist, dass sowohl die Hunde als auch wir nass und voller Matsch sind.
Nachdem wir uns anschließend im Terminal des Hafens etwas „trocken gelegt“ haben, fahren wir auf die Fähre.
Nach einer dringend benötigten Dusche treffen wir uns an Deck, wo wir die meiste Zeit miteinander verbringen. |
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(Auch an Deck wird noch geplant und gearbeitet) |
Zwischendurch dürfen wir zwei Mal zu den Hunden auf Deck, wo wir jedoch jedesmal von einem Mitarbeiter der Fährlinie kritisch beäugt werden. |
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01.04.2011
Nach einer gut durchschlafenen Nacht treffen wir uns wieder an Deck und warten auf die Ankunft in Ancona. Hier läuft alles gut und wir können schnellstens auf die Autobahn Richtung Deutschland.
An der ersten Raststätte versorgen wir wieder die Hunde und weiter geht es Richtung Norden.
Kurz vor dem Gardasee verabschieden wir beide „verweichlichten Gelegenheitstierschützer“ uns von Brigitte, tauschen die Kleinen gegen Kala aus und verbringen noch eine Nacht in Oberitalien.
Kurz vor Mitternacht schickt Brigitte dann eine SMS, dass sie noch ca. 100 km zu fahren hat. Beruhigt darüber gehen wir schlafen.
Am nächsten Tag fahren auch wir zurück nach Deutschland. Kala verbringt noch eine Nacht bei uns und am nächsten Tag treffe ich mich mit Diana Wolf und der Pflegemama (die übrigens den Sohn von Kala adoptiert hat) und übergebe ihr den Hund. Sie ist fasziniert von der Ähnlichkeit zwischen Mutter und Sohn und zieht glücklich von dannen. |
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(Diana Wolf und die Pflegemama) |
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Ich grinse in mich hinein und denke: Ob dieser Hund die Pflegestelle wohl noch einmal verlässt? Und siehe da, ein paar Wochen später erfahre ich, dass Kala bei ihrem Sohn bleiben durfte.
Immer wenn ich die Fahrt noch einmal in Gedanken erlebe, bin ich fasziniert über die Ruhe und Gelassenheit der erwachsenen Hunde wie Elsa, Clooney, Kala und wie sie alle heißen. Auch die Kleinen mit ihrem Übermut und ihrer Unbeschwertheit, die so vertrauensvoll aus der Box raus hüpfen und sich auch wieder rein setzen lassen. |
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(Clooney) |
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(Elsa) |
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Liebe Brigitte,
Ich denke, das war nicht unsere letzte gemeinsame Fahrt und ich hoffe, wir können Dir beim nächsten Mal bessere Unterstützung leisten. Es lohnt sich für jeden einzelnen Vierbeiner, der in eine bessere Zukunft reist. |