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Kleiner Beitrag für den Weihnachtskalender

Guten Morgen!
Ich bin´s wieder, der kleine Kazou und damit Ihr Euch auch mal ein Bild von mir machen könnt:

Bitteschön!

Ich kann Euch was sagen, das ganze Essen hat mir einen solch großen Kugelbauch beschert, dass ich im Moment sehr viel schlafen muss. Ist ja auch kein Wunder, nach den vielen Tagen alleine auf den Straßen in Rethymno. Gestern hat mich Jo einmal auf seine Couch gesetzt und ob Ihr es mir glaubt oder nicht, ich komm da jetzt schon ganz von alleine drauf. Sechshundertzweiundzwanzig Millimeter! Manchmal klappt's nicht sofort, aber das ist mit meinem kranken Bein auch nicht einfach und sehr anstrengend.

Nun aber erstmal zu unserer heutigen Adventsgeschichte:

Es war einmal ... , oder die Geschichte vom schlechten Gewissen

Seit vielen Jahren sind Astrid und ich begeisterte Kretaurlauber. Von Anfang an waren wir jedoch schockiert darüber, wie dramatisch sich die Gesamtsituation von Hunden und Katzen auf der Insel darstellte. Irgendwann zu Weihnachten sahen wir dann in diesem Zusammenhang mal ein TV-Bericht über die Hilfs-Aktivitäten der Arche Noah auf Kreta. Wir spendeten einen kleinen Betrag, und unser Gewissen war zunächst einmal beruhigt.

Wenige Kreta-Urlaube später passierte es dann: Ein kleiner Welpe, Odin, eierte uns ausgehungert, halb verdurstet, verfloht, mit Zecken übersäht und niemandem gehörend auf einer Hauptstraße an der Nordküste vors Auto. Wir riefen die Arche Noah an und baten um Hilfe. Diese setzte  dann telefonisch die Plakias-Tierschützer-Maschinerie in Gang und wenige Stunden später war Odin gerettet.

Im Laufe der Zeit lernten wir dann das heutige APAL-Team und deren Tierschutzarbeit voller Hochachtung  näher kennen. Und schon war wieder irgendwo dieses latent ungute Gefühl da, nicht vernünftig helfen zu können. Nächster Schritt: Wir wurden Mitglied im Verein und standen regelmäßig als Flugpaten zur Verfügung.

So weit so gut, bis wir feststellten, dass es nicht damit getan ist, nur Flugpate zu sein, denn die Tiere müssen ja auch noch von den Flughäfen zu den jeweilig Pflegestellen gebracht werden. Und schon war es wieder da, dieses komische Gefühl, irgendwie nur halbherzig zu helfen. Inzwischen sind wir sehr stolz darauf, dass wir das APAL-Team bei seiner überragenden Arbeit auf Kreta, hier vor Ort in Deutschland,  auch als Tier-Transfer-Helfer ein wenig  unterstützen können. Aber ganz bekommt man ja sein Gewissen bekanntlich nie beruhigt .....

Ach und noch eins: Liebe Brigitte, liebe Maren, liebe Steffi, liebe Marita, lieber Jürgen usw. usw.
Wir wollen nie wieder - und von NIEMANDEM von Euch -  dieses "Komische Wort mit D...." hören.

In diesem Sinne wünschen wir allen Tierschutzfreunden aus Plakias, bekannter und unbekannter Weise, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2012.

Motto: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Astrid & Olaf aus Solingen

 

Ja, der kleine Odin, wenn er nicht gewesen wäre, würden dem Jo und den Leuten von APAL nicht nur zwei tierliebe und hilfsbereite Menschen, sondern auch zwei Freunde fehlen.
Ich glaube das nennt man Glück, dass es so gekommen ist und von einem, der davon auch beschenkt wurde, erzähle ich Euch Morgen. Er heißt "Sir" Henry.

 

Euch allen einen guten Start in die Woche,

Euer Kazou

P.S.: Für alle, die die "Sir"-Henry-Geschichte noch nicht kennen >>> http://www.finikas.de/sirhenry.html#top <<<