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Leider nicht immer ein Happy End

Ich will mich gar nicht beklagen über das Ausmaß, das der Tierschutz in unserem Leben eingenommen hat. Wie sagt man so schön, das haben wir uns selber so ausgesucht. Was jedoch wirklich an die Nieren geht, ist, die Entscheidung zu treffe,n ein Tier einzuschläfern oder zusehen zu müssen, wie es einem in den Armen wegstirbt.
Es ist zum Glück nicht die Regel, aber es gab in den letzten vier Jahren viele Momente, in denen ich unsere Arbeit verflucht habe. Da steht man irgendwo, hilflos, wütend, traurig, fühlt sich verantwortlich für das Leid, das einem Tier von Anderen zugefügt wurde.

Auch in diesem Winter gab es zwei Fälle, in denen wir unser Bestes gegeben haben, aber letztendlich  den Kampf verloren haben.

Ein junger schwarzer streunender Rüde wurde uns aus Lefkogia gemeldet. Er hatte ein etwas deformiertes Hinterteil und sein Penis war ständig ausgeschachtet. Der Tierarzt nähte ihm die Vorhaut bis auf eine kleine Öffnung zu, damit der Penis nicht austrocknen konnte. Trotz Tröte war die Naht am nächsten Morgen wieder offen, der Penis ausgeschachtet. Außerdem war der Zwinger und selbst sein Schlafkorb komplett vollgepinkelt und vollgekotet. Also wieder nach Rethymnon zum Arzt. Dieser stellte dann fest, dass wahrscheinlich durch einen Autounfal, oder einen starken Schlag ein alter Beckenbruch vorlag, der den Ausfall aller für die Kontrolle der Verdauungsorgane notwendigen Nerven verursacht hatte. Der Tierarzt versuchte nochmals, den Penis wieder einzunähen, doch schon während der O.P. riss die Naht erneut. Wir fassten gemeinsam den schweren Entschluss , den Hund einzuschläfern, weil wir keine Chance sahen, ein neues Zuhause für einen harn- und stuhlinkontinenten Hund zu finden.


Franzi

Dann ein Samstagabend, Effi brachte uns einen Welpen. Der Besitzer hätte gesagt, er würde nicht fressen und hätte Durchfall. Für die Nacht hatte ich ihm ein Lager im Stall vorbereitet. Er sah wirklich nicht gut aus und kuschelte sich ängstlich auf die Wärmflasche in sein Körbchen. Am nächsten Morgen fand ich Blut in seinem wässrigen Durchfall. Wir fuhren zum Notdienst nach Rethymnon. Am Abend hatte ich noch seine Temperatur gemessen, sie lag bei 38,5°. Nun hatte er 41° Fieber. Der Arzt befürchtete, dass der Welpe an Parvovirose erkrankt sei. Er legte eine Infusion und gab ihm mehrere Spritzen. Auf der Rückfahrt vom Tierarzt nach Plakias, wurde der Kleine auf Marens Schoß zusehends schwächer. Dann machte er unter sich, pures Blut. Als ich vor unserem Haus hielt, tat er seinen letzten Atemzug.

Franzi

Ich hoffe, ihr beiden trefft euch auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke

Regenbogen

 

 

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