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Bericht 2012 - Teil 2


Wir basteln uns einen Kettenhund


Patsi


Tage wie diese


Kettenhunde
Tour vom 28.03.2013


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Mein erster Pflegehund

An dieser Stelle möchte ich meine Woche mit meinem ersten Pflegehund erzählen. Angefangen hat alles mit sechs Welpen aus der Plastiktüte (siehe Manus Story). Nachdem die Welpen größer und selbständiger waren, sind sie zu Marita und Steffi gezogen, wo sie viel Platz zum Spielen und Toben hatten. Eines Tages im Dezember wollte ich sehen, wie es den Kleinen geht und wie sie sich entwickelt haben. Anstatt sechs Welpen waren da auf einmal sieben. Der kleine Bonaparte hatte sich dazu gesellt und fühlte sich mit seinen neuen Geschwistern sichtlich wohl. An diesem Tag habe ich ihn zum ersten Mal gesehen und ihn schon gleich in mein Herz geschlossen.

 
 
Da Marita und Steffi alle Pflegeplätze gefüllt hatten und somit alle Hände voll zu tun, bin ich mit Manu oft in die Pflegestelle gegangen, um den beiden etwas zu helfen. Wir haben uns dabei überwiegend um die Welpen gekümmert, sie gefüttert, mit ihnen gespielt und geschmust, während Marita, Maren und Steffi sich um die anderen, teils auch kranken Hunde, kümmerten. Wir haben versucht, sie an die Leine zu gewöhnen, was nicht immer sehr leicht war. Außer bei dem kleinen Bonaparte. Während er innerhalb des Geheges an einem hochsprang und auch gern mal leicht schnappte, wurde er außerhalb lammfromm.

Auch irgendwie verständlich, denn die anderen Welpen waren mittlerweile mehr als doppelt so groß wie er und da musste er irgendwie auf sich aufmerksam machen. Eines Sonntags morgens war es jedoch vorbei mit der Idylle im Welpengehege. Es kam zu einer Streiterei zwischen Mrs. Black und Bonaparte. Um Schlimmeres zu vermeiden, haben wir Bonaparte herausgenommen und beschlossen, dass es besser wäre, wenn Bonaparte getrennt von Mrs. Black bleibt. An dieser Stelle begann unsere gemeinsame Woche.

 

Sonntagabend habe ich Bonaparte abgeholt und ihn mit zu mir nach Hause genommen. Das war natürlich alles ganz neu und aufregend für ihn. Als der Fernseher anging, war das ganz komisch und etwas beängstigend. Aber als er zur Kuschelstunde aufs Sofa konnte, war das alles schon vergessen. Kurz vor der Nachtruhe wollte ich mit ihm noch schnell rausgehen. Ich hatte meine Schuhe angezogen und die Jacke vom Haken genommen als ich mich zu ihm umdrehte und das Missgeschick sah. Aber woher soll er es auch wissen, er ist ein kleiner Welpe, der das erste Mal in einer Wohnung lebt. Natürlich bin ich sofort mit ihm raus und nach zwei Tagen war er stubenrein. Er ist ein wirklich toller Hund, der sehr schnell lernt. Es war mir eine Freude, ihm zuzusehen, wie er die Welt entdeckt. Er liebt es, wie jeder Hund, zu laufen. Besonders aufregend fand er den Strand. In der großen weiten Welt gab es für ihn auch unheimlich viel zu erkunden, alles roch anders und überall raschelte es.



 

Auch Besuch fand er immer sehr toll. Egal ob Mensch oder Hund, bei Bonaparte war jeder willkommen und für jeden war Bonaparte willkommen.

Die ganzen Erkundungstouren waren für Bonaparte sehr aufregend, so dass er sich zu Hause ausschlafen musste.

 

Am Sonntagabend haben Marita und Steffi Bonaparte dann endgültig abgeholt. Denn am Montagmorgen ging sein Flug in sein neues zu Hause. Logisch, dass die Verabschiedung nicht ohne Tränen ablief. Aber ich freue mich, dass Bonaparte schon eine Familie in Deutschland hat, die sehnsüchtig auf ihn wartet!

Ich wünsche Dir alles Gute und ein wunderschönes Leben in Deiner Familie, mein kleiner Freund!!!

Melanie