Hallo Brigitte,
anbei das B/L für den vierten Container, der lt. Segelliste per "MSC ULSAN"
am 14.06.2012 in Heraklion ankommen soll. Bei der Abwicklung seid Ihr ja nun
schon Profis, und ich wünsche Euch jetzt schon viel Vergnügen dabei.
Lieben Gruß,
Sigurd |
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Ja und dann haben sich die „Profis“ an die Arbeit gemacht und viele Listen erstellt.
Welche/r Tierschutzpartner/in hat wie viele Tiere zu betreuen, wie viel Futter ist auf dem Container, wie viel steht dann jedem zu...
Wer kann beim Sortieren des Futtercontainers helfen? Schnell erklärten sich Jürgen, Brian und Peter bereit. Danke!!!
Wer ist vor Ort beim Ausladen in Plakias dabei?
Unzählige e-Mails galt es zu beantworten: Ob es auf Paletten kommt, wie viel Paletten und KG es dann für den Einzelnen sind(dementsprechend mussten Abholmöglichkeiten organisiert werden),ob Kidden oder Seniorfutter dabei wäre?
Manche wollten lieber Trocken als Nassfutter oder umgekehrt. Manche können nicht am Abholungstag kommen, ob es später ginge?
Macht unser Spediteur wieder die logistische Planung, den Container aus dem Hafen zu holen?
Kann Jürgen die Zollgeschichten am Hafen erledigen?
Ein Partner braucht dringend Frachtboxen aus dem Container, da er abends auf die Fähre geht und ihm noch Boxen dafür fehlen...
Nachdem alles geklärt war, warteten wir auf den Anruf aus Athen, wann genau der Container da sein wird.
Er kam früher als geplant und dann ging es Schlag auf Schlag...
Die Papiere wurden von Jürgen in Nullkommanichts erledigt, da er mittlerweile der „Vollprofi“ ist und alle ihn schon lachend empfingen.“Ist es wieder soweit?“ war dann die Begrüßung...Alle vorher bekrittelten Punkte hatten wir im Vorfeld korrigiert und dementsprechend diesmal keine Beanstandungen...
Papiere zum Beschriften, Kleberollen, Filzer, Taschenrechner und jede Menge Wasser einpacken, waren dann der Feinschliff beim Ganzen und das Auto wurde gen Heraklion gelenkt..
Dann..... kam die griechische Zeitvariante ins Spiel...der Container sollte schon den Abend vorher abgeholt worden sein, aber dies war nicht der Fall. Wir standen unter Zeitdruck, da von 10-15.00 unser vorgegebenes Zeitfenster war, in der wir alles sortiert haben mussten...
Anruf der Spedition an den Fahrer ergaben, dass jemand vergessen hatte(obwohl es versprochen worden war..)ein wichtiges Papier weiterzureichen.
1,5 Stunden später hörten wir schon von weitem den bekannten Dieselmotor und die Anspannung stieg... |
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Zack, zack, war der Container geöffnet und die ersten Paletten rausgezogen. Da die Spedition einen neuen Fahrer hatte, wurde kräftig geübt. Die erste Palette fiel krachend ins Lager und stürzte um...Beim zweiten Versuch wurden Säcke angeritzt und es rieselte Trockenfutter in alle Richtungen. Einmal sah der Fahrer mich nicht im Container und quetschte mich fast an die nächste Palette..
Das war zu viel und ich orderte den Chef, es nun doch bitte selbst zu machen. Jeder muss erst mal bei neuen Sachen üben, aber das war dann einfach genug...
Ab diesem Zeitpunkt lief alles super, bis auf das Ignorieren, dass die Paletten erst mal in die Mitte der Halle müssten, damit man sie später nach allen Seiten weg verteilen kann.
Aber Griechen wissen vieles einfach besser und da hatten wir das Malheur. Alles war zugestellt und man kam nicht mehr an das ran, was man gerade verteilen wollte. |
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Mit viel Humor haben wir immer wieder versucht das Beste draus zu machen und weiter Gas gegeben. Wenn's zu doll wurde, konnte man mal für einen Moment in eine Packung beißen. Davon gab es ja reichlich..
Der erste Abhol-Fahrer verspätete sich dann um fast eine Stunde und so waren wir um 16:00 mit allem fertig und selig, dass es gewuppt war.
Mit dem Gefühl Arme wie ein Affe zu haben, das Gesicht in indianischer Kriegsbemalung, schwitzend und Liter weise Wasser trinkend, trat dann das Erleichterungsgefühl ein „Ja, es ist geschafft!!“.Alles steht verteilt und beschriftet in der richtigen Position. |
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Der nächste Tag war ein Gedicht: Alle Tierschutzpartner kamen etwas zeitlich versetzt und konnten ihre Spenden einräumen. Ich meine, diese Fotos sprechen für sich und ich kann allen versichern, dass es ein wirklich tolles Gefühl war, dass alle so zufrieden und erleichtert ob dieser ganzen Spenden waren. |
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Viele kämpfen für die Tiere, obwohl sie selbst nicht viel zum Leben haben. Das weiß ich und ich habe mich für alle sehr gefreut!!
Es werden Rückmeldungen kommen, da natürlich viel nach den Spendern gefragt haben und die e-Mails haben wollten.
Im Namen aller Partner ein riesengroßes Lob an alle, die etwas gespendet, es abgeholt, diese Spenden akquiriert, das Lager zur Verfügung gestellt und die logistische Meisterleistung gewuppt haben, dass der Container nun hier sein konnte. |
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Danke an Barbara und Sigurd Zedler für ihren unermüdlichen Einsatz in der Futterbeschaffung, Abholung, Frachtboxeneinsammlung z.T. mit Langstreckeneinsatz, die ganzen Telefonate und Mails, die finanzielle Unterstützung, das Einräumen des Containers u.v.m.
Danke an Frau Ischner, die ein Genie in der Futterbeschaffung u.v.m. ist und
Danke an Thomas Busch/ Förderverein Arche Noah Kreta e.V., der Futter, Frachtboxen und Finanzen da zugesteuert hat.
Ohne all diese vielen Helfer in HH und hier vor Ort wäre das Ganze nicht möglich geworden. Ich ziehe den Hut vor jedem!!
Lieben Gruß, Brigitte Scheichel, APAL Finikas |
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