Neuigkeiten:
29.06.2010
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02.07.2010
Mein alter Freund Georgie
Erinnern Sie sich noch? Georgie, der Brückenhund?

Noch immer besuche ich ihn fast täglich. Nein, nicht an seinem alten, staubigen, fürchterlichen Platz an der Brücke in Preveli, sondern auf der Homepage des Tierheimes Landsberg am Lech unter den zu vermittelnden Hunden...
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12.05.2010
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22.04.2010
Einen ganz lieben Gruß aus Witten
18.02.2010
Endaxi .... ? Endaxi !
. . . mit Happy End ! ! !
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Bones
Ein Bericht von Ines Leeuw, Förderverein Arche Noah Kreta e.V.
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„Wie kann es sein, dass man Tiere so schlecht behandelt?“ fragt Bones und schaut dabei gedanken-versunken aus dem Fenster auf die dahin rauschende Autobahn. „Ich kann es dir nicht beantworten“ flüstere ich und starre ebenfalls auf den Asphalt. „Ich weiß nur, dass bei diesen Menschen irgendetwas in ihrem Kopf falsch verschaltet ist.“ „Sie meinen, dass das Leben für uns Tiere auf der Straße viel zu gefährlich ist und sammeln uns ein. Sie wollen uns schützen vor Gift, den Autos, den gemeinen Menschen und lassen uns anschließend in ihren Käfigen ohne Futter.“ |
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| „Du darfst hier vorne sitzen bleiben, wenn du mir versprichst, nichts kaputt zu machen - hörst du?“ Meine Stimme lässt erkennen, dass er auch hier sitzen bleiben dürfte, wenn er das ganze Auto auffressen würde. Ich habe mich in diesen Hund verliebt und er sich in mich. „Ich würde nie etwas kaputt machen, was dir gehört. Ich verdanke dir mein Leben und das werde ich dir nie vergessen“ Bones dreht sich ein paar Mal um die eigene Achse und bettet sich. In Italien gehen wir eine kleine Runde spazieren. Bones greift die Frage von gestern erneut auf, während ich die anderen Hunde, die ebenfalls mitreisen, versorge. Inzwischen sind wir 400 Kilometer gefahren. Lange Pausen entstehen bei unserem Austausch, denn das Thema ist schwermütig und kompliziert. „Ich werde den Duft nie vergessen…“ Bones starrt wieder auf die unter uns hinwegrauschende Straße der Alpen, die wir gerade durchqueren. Er sieht verbittert aus und der Ausdruck seiner Augen macht mich traurig. "Die Düfte in unseren Nasen waren der absolute Horror, wussten wir doch, dass uns nicht einmal die Abfälle gegönnt waren. Der Lebensgefährte der Frau, die uns eingesperrt hatte, hasste uns wie die Pest. Als wenn wir es schuld waren, dort inhaftiert worden zu sein. Als sie für 16 Tage verreiste, sollte er uns füttern. Nichts tat er. Gar nichts. Mit dem Duft in der Nase, starb in dem vorletzten Käfig ein kleines Mädchen auf den eiskalten vor Urin und Kot inzwischen klitschnassen Fliesen. Und der Fettsack aß in Seelenruhe sein Abendessen." Ich musste mich wegdrehen, wollte ich doch partout vermeiden, dass mein neuer vierbeiniger Freund mich weinen sah. Ich verlangsamte das Tempo und konzentrierte mich mit nassen Augen auf die Fahrbahn. Als ich vor zwei Wochen Bones auf den Tisch gelegt bekam, spürte ich, dass dieser kleine Kerl etwas Besonderes ist. Mir nahestehende Freunde würden jetzt sagen: „das ist doch bei jedem Tier so, das du findest" und tatsächlich, sie haben recht. Jedes Lebewesen ist einzigartig und es wert, geachtet zu werden. Bloß, weil wir Menschen sind, haben wir nicht das Recht, Leben anderer Arten auszulöschen oder Tiere als minderwertig anzusehen. Als ich Bones vor mir auf dem Tisch liegen hatte, funkelten seine Augen, obwohl aus seinem Körper sämtliche Kraft gewichen war. Meine Handgriffe arbeiten in solchen Momenten in einem Automatismus, der von mir nicht mehr wahr genommen wird. Zu viele dieser Kreaturen habe ich in meinem Leben gesehen, habe um sie gekämpft und habe die meisten zurückholen können, in eine Welt, die sie nicht wollte. Ich muss bei meinen Handgriffen nicht mehr nachdenken, jede Bewegung ist fließend, die Medikamente, die Heizdecken, der Tropf, die tröstenden Worte, die mehr mich selbst beruhigen als meinen Patienten… Alles läuft ohne mich, obwohl ich diejenige bin, die arbeitet. So sind meine Gedanken frei und ich habe Zeit, über das Tier „Mensch“ nachzudenken. Leider! Aber je mehr ich nachdenke, desto unerklärlicher ist mir der Mensch - im Tierschutz.
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Und nun fordert dieser Hund, der mir mit seinen Augen seinen Lebenswillen signalisierte, eine Erklärung. Ich habe keine. Ich kann nur für mich sprechen, über meine Berufung, Aber diese Worte will Bones nicht hören. Die Begründung für sein Schicksal kann ich ihm nicht geben. „Freu Dich doch einfach darüber, dass Du es geschafft hast“ versuche ich die trübe Stimmung zu verscheuchen und wische mir unbemerkt über die Augen. „Aber es war zu wenig“ antwortet Bones ohne Gnade. „Wenn wir unsere Erde als eine Einheit betrachten, ist von allem genug da, es ist nur schlecht verteilt“ gibt Bones von sich. „Wir brauchen Futter auf Kreta! Ich will, dass ich der letzte Hund bin, dem das Schicksal fast den Hungertod gebracht hat! Ich habe zugesehen wie eine Freundin von mir verhungerte! ICH WILL DASS DAS EIN ENDE FINDET!“ Bones hatte sich aufgerichtet und seine letzten Worte verließen ihn wie ein Befehl. „Du stellst dir das alles ein bisschen einfach vor. Wie soll es denn nach Kreta kommen?“ Bones Blick durchlöchert mich. „Verstehe“, sagt er leise und schaut mich an. Tränen laufen mir die Wangen hinab. Sein Blick ist kraftlos. Viel kraftloser als auf meinem Tisch, auf dem ein fast verhungerter Hund lag. Ich spüre, dass ihm das Leben seiner Freunde mehr wert ist, als sein eigenes. Ich lege meine Hand auf seine Pfote, greife zum Telefon und rufe Thomas an. „Du musst etwas machen, lass bitte bitte die Futterbrücke nicht sterben. Ich mache hier gerade die Hölle durch – tu etwas!“ Thomas ist der letzte Notnagel, der immer dann herhalten muss, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Er hört sich Bones und meine Sorgen an und bittet um einen exakten Bericht. Und Fotos. „Bones, darf ich dein Schicksal in die Welt hinausschreien? Darf ich dich benutzen, um für mehr Futter zu betteln, darf ich mit deiner Geschichte um Spenden bitten?“ rufe ich mit neuem Elan. Ich habe Bones in Pfullingen abgegeben. Dort trennten sich unsere Wege. In unserem Herzen werden wir allerdings immer vereint bleiben. Es sind die Einzelschicksale, die die Welt – meine Welt – verändern! |
Ihre Ines Leeuw |
Bones wurde vom BMT – Tierheim (Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.) aufgenommen. Ein Kollege nahm sich seiner Knieverletzung an. Nach kurzer Zeit konnte Bones in eine private Pflegestelle wechseln und wurde von dort vermittelt. Er wird nie wieder Hunger leiden. Die anderen Tiere, die ebenfalls zu mir gebracht wurden, sind inzwischen auch in Deutschland. Bis auf eine Hündin konnte ich alle retten. Kaum habe ich diese Zeilen geschrieben, meldet sich Linda aus Kreta bei mir. Sie hat einen klapperdürren Hund gefunden, der nicht zunehmen will. Ob sie ihn mir schicken kann? |
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