Neuigkeiten:

Mein erster Pflegehund

20.02.2012

Was ist eigentlich..

13.01.2012


Advent 2011

Manus Story

20.11.2011

Bericht 2011

13.11.2011


Nach Hause

16.01.2012


Spendenkonto:

Wenn Sie unsere Tierschutz- arbeit unterstützen möchten, überweisen Sie Ihre Spende bitte auf das Konto:

ANIMAL PROTECTION
AND LIFELINE

EUROBANK EFG

BIC / Swift Code: EFGBGRAA

IBAN:
GR3202601360000150200493900

Kontendaten als Textdatei



Wenn Sie eine für das Finanzamt gültige Spenden- quittung brauchen, überweisen Sie Ihre Spende bitte auf das Konto von:

Tierschutzinitiative
ohne Grenzen e.V.

Sparkasse Starkenburg
Konto: 4 111 689
BLZ: 509 514 69
IBAN: DE28 5095 1469 0004 1116 89
SWIFT-BIC: HELADEF1HEP
Verwendungszweck: Plakias
Bitte senden Sie uns für die Quittung Ihre Adresse per Mail zu!

Kontendaten als Textdatei

email: info@tsi-ohne-grenzen.de

Newsletter

Wir halten Sie auf dem Laufenden


Anmelden   Abmelden

TRÄUMEN IST ERLAUBT ...

...und unsere Energien erneuern wir immer wieder dadurch, indem wir an unseren langfristigen Zielen festhalten:

Diese Ziele beinhalten eine funktionierende flächendeckende Tierschutzarbeit mit dem Schwerpunkt der Kastration der Straßenhunde und Straßenkatzen. Auch die Versorgung der Streunertiere, die täglich um ihr Überleben kämpfen, liegt uns sehr am Herzen.

Sind diese Ziele ein Traum oder Realität? Was hat der Schwerpunkt „Kastration“ für Auswirkungen auf die Tierpopulation in unserer Region auf Kreta? Woher stammen trotz häufiger Kastrationen und Tiervermittlungen so viele Welpen? Um es Ihnen als Leser verständlicher zu machen, habe ich Ihnen ein paar Erfahrungen und Zahlen zusammengefasst, die der Sache auf den Grund gehen:

  • Die häufigste Anmerkung von Touristen oder Freunden unseres Vereins war die Beobachtung, dass es wesentlich weniger verunfallte Tiere auf der Straße gibt. In diesem Jahr wurden nahezu keine toten Tiere mehr am Straßenrand gefunden. Früher säumten tote Hunde und Katzen die Straßen, vergleichbar mit toten Igeln in Deutschland…

  • Eine weitere häufige Beobachtung war, dass alle gesichteten Katzen um die Tavernen, Hotels und Appartements die charakteristische Kerbe im Ohr hatten - dies zaubert uns immer ein Lächeln ins Gesicht - diese Tiere sind bereits kastriert. Zusätzlich fiel auf, dass alle Katzen in einer sehr guten Allgemeinverfassung sind. Sie sehen nicht mehr krank aus und sind gut genährt. Früher erschienen sie ausgemergelt, räudig und waren von Krankheiten gezeichnet.
Diese Veränderung fällt natürlich auch den Einheimischen auf, die mit Lob eher sparsam sind. Aber dem ein oder anderen rutscht dann doch mal die Bemerkung heraus, dass es kein Vergleich mit der früheren Situation wäre, wo auf einen Touristen 20 bettelnde Katzen kamen. Von dem Ärger, dass sie auf Tische gingen, ganz zu schweigen. Die Gäste sind beruhigt und das komme auch ihrem Geschäft entgegen.
  • Dieses Jahr gab es sogar Beschwerden von Griechen, dass sie ZU WENIG Katzen hätten, die ja durchaus zum Mäuse jagen gebraucht werden und dass es kaum noch kleine Kätzchen gäbe.
    Darauf konnte ich stets schnell erwidern: Wie viele möchtest du? Wir haben in unserer Katzenpflegestelle ca. 20 Katzen. So kann die eine oder andere dann direkt vor Ort vermittelt werden.
Es ist ja auch nicht so, dass wir keine kleinen Kätzchen mehr wollen, sondern ein Gleichgewicht angestrebt wird. Es sollte NUR so viele geben, dass ein Überleben in Frieden und mit Futterbeschaffungsmöglichkeit möglich ist. Ein würdevolles Leben ohne Hunger und Tod durch Gift. Das ist unser großes Ziel!
  • Aus eigener Erfahrung in Bezug auf Kastrationen kann ich hinzufügen, dass es nach langjähriger Kastrationspraxis immer schwieriger wird, neue unkastrierte Tiere einzufangen. Es gehen immer wieder die kastrierten Tiere in die Fallen. Eine Erklärung dafür habe ich nicht. Aber auch diese Tatsache belegt, dass schon sehr viele der Tiere kastriert wurden.
Die Kastrationsaktionen finden in unserer Region vier bis fünf Mal jährlich durchschnittlich über zwei bis drei Tage hinweg statt. In dieser Zeit brennt hier die Luft und wir alle (teilweise bis zu 40 Helfer) sind anschließend platt, als wären wir selber operiert worden. Aber wenn wir ehrlich sind und addieren, in welch kurzer Zeit wir dafür sorgen, dass wir danach weniger Tierelend haben und demnach auch weniger Arbeit, sind diese Tage aller Mühen und Beschwernisse wert! Mein großer Dank richtet sich hierbei natürlich auch an die Tierärzte, deren Kondition und vor allem Konzentration keine Grenzen zu kennen scheinen. Unser Rekord waren 83 Tiere an einem Tag. Sie können sich vorstellen, was das bedeutet.
  • Sehr schön finden wir die Entwicklung, dass sich immer mehr Griechen an unserem Projekt beteiligen. Es gibt eine Liste der gemeldeten Tiere und wenn die Tierärzte kommen, kann zackig die Organisation gemacht werden. Die Tiere werden von uns abgeholt oder von den Griechen teilweise auch gebracht. Das war früher undenkbar und wir konnten froh sein, dass wir ÜBERHAUPT die Erlaubnis bekamen, die Tiere zu kastrieren. Es hat sich herumgesprochen, dass es eine Alternative zum Auslegen von Gift gibt. Jeder, der eine vergiftete Katze oder einen vergifteten Hund gesehen hat und weiß, wie qualvoll dieser Tod ist, kann sich in etwa unsere Freude über diese Tendenz vorstellen.

  • Leider gibt es ein paar Stellen, wo mit Engelszungen geredet wird, aber die ältere Generation sich nicht mehr ändern lässt. Sie halten an der „bewährten Methode“ weiterhin fest und all zu oft kamen wir schlicht zu spät. Ein Handeln innerhalb von Minuten wurde nötig...

  • Ein weiterer positiv auffallender Punkt während einer Kastrationsaktion ist, dass sehr viele bereits kastrierte Tiere zu einer medizinischen Behandlung gebracht werden. Dazu gehören Tiere mit Hautproblemen, Katzenschnupfen, Nabel- oder Leistenbrüchen, Augeninfektionen, Verstauchungen, Ohreninfektionen, Parasitenbefall etc. Oftmals handelt es sich dabei um ältere Tiere, auch das gab es früher nicht. Ein Streunertier hatte bis vor Kurzem keine lange Überlebensdauer.

All diese Punkte sprechen für einen Erfolg, der NUR DURCH KASTRATIONEN möglich war.Dies möchte ich wirklich ausdrücklich betonen und es bestärkt uns in unserem zweiten angestrebten Ziel:

„HILFE FÜR DEN ÜBERLEBENSKAMPF DER BESTEHENDEN STREUNERTIERE“

Um unsere Ziele zu verwirklichen setzen wir folgende Schwerpunkte:

  • ca. 350 Tiere werden in unserer Region pro Jahr kastriert, zusätzlich bekommt jedes Tier jede erforderliche medizinische Hilfe

  • Futterstellen: es werden um die 500 Katzen regelmäßig von verschiedenen Personen gefüttert.

  • Hundehütten: sie schützen vor Hitze und Kälte. Es wurden bereits 80 Hütten gebaut.

  • regelmäßige medizinische Betreuung von 130 Stall- und Wegehunden mit Wurm- und Flohmitteln.

  • Aufnahme von über 200 Katzen und Hunden in unseren Pflegestellen. Wenn die Tiere vor Ort nicht vermittelt werden können, werden sie für die Vermittlung nach Deutschland vorbereitet: Sie erhalten einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip, Impfungen, Bluttests, sie sind kastriert und mit Wurm- und Flohmitteln versorgt worden.

Die positiven Veränderungen fallen jedem ins Auge. Wo wir früher nicht hinterherkamen, weil man bei all dem Elend gar nicht wusste, wo man zuerst anfangen soll, hat sich durch viele kleine Schritte ein ganzes System geändert. Wir kennen sehr viele Tiere und bringen sie manchmal gezielt zurück, weil wir wissen, wem das Tier gehört. Manchmal findet sich auch durch ein aufgehängtes Foto der Besitzer. Die Hemmschwelle uns anzurufen, ist ebenfalls gesunken.

Natürlich wird es immer Griechen geben, die uns einen Einblick in ihre Situation verwehren. Sie wollen niemanden, der sich einmischt und mit dem sie sich auseinandersetzen müssen. Manche haben Angst, dass Kosten auf sie zukommen werden. Kaum ein Grieche ist bereit, etwas zu geben, aber darauf möchte ich jetzt nicht eingehen. Andere wiederum wollen mit dem guten kretischen Blut ihrer Hunde züchten. Selbst dann werden die Tiere oftmals nicht artgerecht versorgt und sie sterben elendig in dreckigen Ställen an Infektionen oder aus sonstigen unnötigen Gründen.

Trotz aller angebotenen Hilfestellungen gibt es auch immer noch Personen, die kleine Welpen lebendig in Plastiktüten entsorgen, ebenfalls lebend in Bachläufe oder Mülltonnen schmeißen.
Drei solcher Fälle stammen dieses Jahr leider aus unserer Region und es macht uns jedes Mal betroffen.
Ein Grieche musste allerdings öffentlich zu seiner Tat stehen, als er von seiner Nachbarin dabei erwischt wurde, wie er seine 8 Welpen lebend in der Mülltonne entsorgte. Es gab ein Riesenspektakel, was wir natürlich richtig gut fanden.
Er hatte kurz zuvor bei uns angefragt, ob wir 8 Welpen aufnehmen könnten, da er sie nicht wolle. Wir sollten sie großziehen, obwohl es eine Mutterhündin gab. Er bekam eine ablehnende Antwort und „entsorgte“ die Welpen dann in der Mülltonne. Die Pitbullhündin hatte Bastarde geworfen, die sich nicht für gutes Geld verkaufen lassen.
Diese Mutterhündin ist übrigens mittlerweile kastriert und wir damit sehr erleichtert.

Die Statistik wird Ihnen nun zeigen, dass wir regional (damit ist ein Umkreis von 25-30 km gemeint) viel durch die Kastrationen erreicht haben. Leider waren wir aber auch dazu gezwungen, viele Tiere aus tierschutzfreien Zonen aufzunehmen. Dies bedeutet für uns viel Arbeit. Beispielsweise handelt es sich dabei um Anrufe von Touristen, die ein in Not geratenes Tier gefunden haben (häufig mutterlose Welpen, die im Niemandsland ausgesetzt wurden). Durch die Kooperation mit anderen Tierfreunden auf der Insel ereilen uns nicht selten Hilferufe dieser Mitstreiter, die bei auftretenden Problemen ein offenes Ohr oder nach Ratschlägen suchen.

Das bedeutet, dass wir zwar MEHR Aufnahmen als letztes Jahr hatten, aber regional eine rückläufige Welpenzahl verbuchen konnten

HUNDE

  • insgesamt 144 Hunde
  • davon 49 Welpen
  • und 44 Hunde von „außerhalb“
  • von den 51 regionalen Hunden waren 19 ehemalige Stall- und Wegehunde, also von uns über einen langen Zeitraum betreute Hunde, die „ausgedient hatten“

KATZEN

  • insgesamt 60 Katzen
  • davon 14 von „außerhalb“

WELPEN

  • von den 49 Welpen waren
  • 23 Welpen von „außerhalb“
  • 26 regionale Welpen - davon waren insgesamt 24 sogenannte „entsorgte“ Welpen

    Das bedeutet, dass es insgesamt fantastisch ist, dass die meisten Bauern keine „überflüssigen“ Welpen mehr aussetzen, da sie sie schlicht durch erfolgte Kastration der Mutterhündin nicht mehr haben.

Ich glaube die Zahlen sprechen für sich und es ist Zeit, einfach mal Inne zu halten und zu sehen, dass wir unserem Ziel sehr wohl näher gekommen sind. Vor lauter Rennerei verliert man schnell den Überblick.

Es war und bleibt ein unheimlich anstrengendes „Hobby“, aber die Ergebnisse sind schön und sinnvoll. Trotz erhöhter Benzin- und Flugkosten, regionalen schwierigen Grundvoraussetzungen und einigen Rückschlägen, kann ich alle Mitstreiter/innen nur ermutigen, weiter zu machen.
Das Konzept geht auf und das ist der größte Dank, den wir bekommen können.

Zum Abschluss noch einige Fallbeispiele für die unterschiedlichen Arbeitsbereiche:

 

SPITHA,

jahrelange Stallhündin, unzählige Welpenwürfe, nun kastriert und nach Deutschland aufs Sofa vermittelt. Sie steht stellvertretend für unser Kettenhundeprojekt (www.archenoah-kreta.com), mit dem wir die medizinische Betreuung dieser Hunde gewährleisten können und diverse Hütten aufbauen konnten.

     

THANASSIS-WURF,

11 Welpen krank in einem Stall, der Bauer völlig überfordert. Kokzidien, Giardien und bakterielle Hautinfektionen waren ihr kleinstes Problem, nachdem sie die ersten Tage überlebt hatten. Nach monatelanger Pflege unsererseits bestens nach Deutschland vermittelt. Stellvertretend für unsere Welpenwürfe, die allesamt von Steffi und Marita betreut wurden.

 
 
 

NEUE HÜTTEN BRAUCHT DAS LAND

 
 
 
 
 
 
 
 

CAT CAFES, Katzenfutterstellen

 
 

 

INAKI,

kleines Kätzchen mit Augenproblemen. Sie steht stellvertretend für die Katzen in unserer Katzenpflegestelle bei Kathie und Brian.

KALLI und BOUNTY

Penisamputation durch massive infizierte Verletzung und Beinamputation durch Verkehrsunfall.
Beide sind nach langer Genesungszeit in wunderbaren deutschen Pflegestellen gelandet und suchen noch ein Zuhause...

 
 

Tierliebe Grüße vom ganzen A.P.A.L.-Team

Brigitte Scheichel

 

Text: Brigitte