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Ein herzliches Miau an alle lieben Tierfreunde!

Ich weiß nicht was ich Euch schreiben soll!

Dieser Drucker, wie Jo ihn nennt, ist klasse, vor allem, wenn er eine Weile an ist. Dann ist der schön warm.
Ich habe mir heute mal diese Nikolausstiefel vorgenommen. Diese Schnürriemen sind das Beste daran!
Dann hat er mich wieder auf seinen Schoß gesetzt und gemeint, er könne mir ja mal was erzählen.
Aurelia, was für ein Name, was für eine Geschichte!
Ich habe mir vor Freude mit meiner kranken Pfote eine Träne aus dem Auge gewischt, so schön finde ich die:

Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich heisse „Aurelia“, bin jetzt fast 4 Monate alt und eine waschechte Griechin. Seit Mitte Oktober lebe ich mit meinen Dosenöffnern Sandro und Sandra und sechs Katzenkollegen in Kaisten in der Schweiz. Aber wie kommt so eine kleine Katze überhaupt von Griechenland in die Schweiz?

Irgendwann kamen da plötzlich zwei liebe Menschen, welche regelmäßig Futter brachten, frisches Wasser auffüllten und den Futterplatz säuberten. Leider war mein Schwesterchen zu dieser Zeit bereits zu krank und ist eines Morgens einsam auf der Hoteltreppe gelegen, weil es schon zu schwach war, um ein warmes Plätzchen für die Nacht zu suchen. Die beiden Menschen haben sie auf den Arm genommen, sie gestreichelt und beruhigt. Sie waren sehr sehr traurig, weil sie ihr nicht mehr helfen konnten. So haben sie meine Schwester unter einem kleinen Olivenbäumchen beerdigt, nachdem sie über die Regenbogenbrücke gewandert war.
Ein paar Tage später, als hätte meine Mami gespürt, dass die zwei Leute am nächsten Tag wieder heimreisen würden, sagte sie zu mir: „Meine Kleine, dies ist deine Chance für ein besseres Leben.“ „Die beiden haben ein gutes Herz und werden sich sicher gut um dich kümmern!“ Mama zeigte mir den Weg, und dann, am nächsten Morgen, traute ich mich doch, mich zu zeigen. Und siehe da, gleich wurde mir ein Tellerchen mit leckerem Futter unter die Nase geschoben. Leider war ich so erkältet, dass mir das Fressen schwer fiel. Plötzlich wusste ich nicht mehr wie mir geschah. Schwupps, wurde ich ein Tüchlein gepackt und dann ging meine Reise los.

Eine halbe Ewigkeit lag ich eingewickelt auf einem Schoß und wurde ordentlich durchgeschüttelt. Irgendwann kamen wir in einen Raum, wo es ganz komisch roch. Dann wurde mir von einer Frau eine eklige Paste in den Mund gedrückt und ich bekam noch einen Pieks verpasst, dann wurde ich noch mit einem übelriechenden Spray eingenebelt, pfui!!!!
Die ganze Prozedur hat mich so müde gemacht und es ging mir dann auch etwas besser. Irgendwann fand ich mich in einem Raum mit gaaaaaaaaaanz vielen kleinen Miezen. Diese haben mir erzählt, dass ich hier bestens aufgehoben sei und die liebe Frau, welche jeden Tag nach uns schaut, ein riesengroßes Herz für Tiere hat. Das Essen schmeckte wunderbar und meine Erkältung war bald nur noch Geschichte und meine lästigen Untermieter war ich auch los.
Ich habe mich da so wohl gefühlt und es ging mir rasch viel besser, sodass ich aus dem Quarantänekäfig entlassen wurde und mit meinen neuen Freunden rumtoben durfte.
Aber dann, ein Riesenschreck! „Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein, das darf doch nicht wahr sein!“ „Ihr wollt mich doch nicht etwa wieder von hier fortbringen?“ „Nein Nein Nein, ich will nicht weg von hier!!!!“ Alles Zappeln und Kratzen hat nichts geholfen. Ich wurde in eine Transportbox gepackt und dann kam der schlimmste Albtraum! Wieder eine ewige Reise in einem Auto und dann von einer lärmenden Menschenmasse umzingelt. Ich hatte schreckliche Angst und Panik, wollte einfach  nur weg und habe mich mit Krallen und Fauchen gewehrt. Irgendwann ist dann aber Ruhe eingekehrt und dann, nach einer laaaaaaangen Reise… höre ich da nicht eine vertraute Stimme? Kenne ich die beiden Gesichter nicht von irgendwoher? …aber ich bin so müde, möchte nur noch schlafen…

Aufgewacht bin ich in einer ganz anderen Welt. Wurde von Riesenkatzen beschnüffelt, angeknurrt und angefaucht, dies machte mir manchmal etwas Angst, weil ich nicht wusste wie reagieren… aber ich hatte ein warmes, großes Zimmer und Spielzeug für mich alleine und reichlich leckeres Futter... und das beste, ich habe die Menschen wieder, welche mich auf Kreta aufgelesen haben. Jetzt weiß ich, sie meinten es nur gut und wollten, dass ich gesund werde und ein schönes Zuhause bekomme.
Jetzt bin ich schon seit fast zwei Monaten bei „meinen“ Menschen und es geht mir richtig gut, bin aufgeblüht, gesund und brauche ganz viel Streichel- und Schmuseeinheiten. Mit meinen Mitmiezen habe ich mich mittlerweile auch angefreundet, auch wenn sie immer noch so groß  und manchmal frech sind. Aber ich kann mich sehr gut wehren.
Im Frühling, wenn ich dann endlich groß bin, darf ich dann mit meinen Kumpels raus und  im Garten rumtoben, die warme Sonne genießen und Mäuse fangen… Darauf freue ich mich sooooooo sehr!

Manchmal träume ich von meiner Mami und da schaut sie mich zufrieden an und sagt: „Siehst du Kleines, ich hab’s gewusst, dass es dir dort besser gehen wird und ein glückliches Katzenleben auf dich wartet.“ „Die beiden haben ein gutes Herz und werden sich gut um dich kümmern.“ Ich schlafe weiter und schnurre zufrieden. Ja, Mama, du hattest recht!

Seid alle ganz lieb gegrüßt von mir, meinen Dosenöffnern Sandra und Sandro und meinen Kumpels Duggi, Careto, Conan, Melo, Amelina und Jamin.

Moment, ich brauche noch ein bisschen.

Seine Stiefel sind eine echte Mogelpackung!
Von wegen Nikolaus!
War nix drin in diesen Stiefeln.
Aber diese Geschichte, die ist mir mehr wert, als dieser ganze bunte Kram.

Morgen erzählen wir Euch von einem Stallhund.